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Centromochlus sp. Ninja (= C. orca)

11. März 2010

Eine kleine Sensation erreichte uns kürzlich aus Brasilien. Bereits beim Auspacken fiel die fantastische Schwarz-Weiß-Zeichnung der kleinen (4-6 cm langen) Welse ins Auge. Es handelt sich mit Sicherheit um Vertreter der Gattung Centromochlus, die mit 11 Arten in Südamerika verbreitet ist. Diese Fische sind enge Verwandte von der bekannteren Gattung Tatia und wie diese Angehörige der Familie Auchenipteridae (Trugdornwelse). Trugdornwelse haben eine innere Befruchtung, dazu ist die Afterflosse des Männchens modifiziert. Die Weibchen legen befruchtete Eier ohne Anwesenheit der Männchen ab.

Bislang haben sich unsere „Ninja-Cats“ als robuste Pfleglinge erwiesen.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 295852 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wie ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Centromochlus: aus dem Altgriechischen „mit Hebelstab“, bezieht sich auf die mit einem Sperrmechanismus arretierbaren Brustflossenstacheln.

Text & Photos: Frank Schäfer

Nachtrag vom 28.5.2010:

Ninja-Cat identifiziert: Centromochlus musaica!

Roland Numrich von Mimbon-Aquarium, Köln, verdanken wir den entscheidenden Hinweis. Beim „Ninja-Cat“ handelt es sich um die erst 1992 aus Venzuela beschriebene Art Centromochlus musaica (ursprünglich als Tatia m. beschrieben).

Literatur:
Royero, R. (1992): Tatia musaica, una neuva especie de bagre auquenipterido (Siluriformes – Auchenipteridae) de la cuenca del Rio Orinoco, Territorio Federal Amazonas, Venezuela. Acta Cientifica Venezolana v. 43 (no. 5): 300-306.

Discus Royal Blue Nhamunda Maracanha

19. Februar 2010

Und noch ein neuer, phantastischer Diskus-Wildfang. Nhamunda-Diskus haben einige Besonderheiten. Zum einen haben viele Exemplare einen besonders hohen Rotanteil in der Färbung und zum anderen kann man bei Nhamunda die Geschlechter auch farblich und körperlich ganz gut unterscheiden. Royal Blue sind fast immer Männchen, die Weibchen stehen eher in der Kategorie „Braun“ oder „Blau“. Weibchen haben auch einen runderen, scheibenförmigeren Körper, Männchen sind höher gebaut.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 731355 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Hemiloricaria beni

17. Februar 2010

Als Nachzucht haben wir jetzt auch die kleinste bisher bekannte Hexenwels-Art im Stock: Hemiloricaria beni. Diese Art wird nicht länger als 8 cm. Da sie nur in Bolivien vorkommt, von wo derzeit keine Zierfischimporte erfolgen, steht sie nur als Nachzucht zur Verfügung. Schweizer Aquarianer haben sie 1997 von einer privaten Sammelreise mitgebracht und seither hat sich eine stabile Aquarienpopulation dieser niedlichen Tiere aufgebaut.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 257942 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photo: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 6-8

Discus Heckel / Jatapu

11. Februar 2010

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Die Reihe herrlicher Diskus-Wildfänge, die momentan importiert werden kann, reißt nicht ab. Neben den wundervollen Royal Blue, die wir Ihnen letzte Woche vorstellten, haben wir auch exzellente Blaukopf-Heckel, die aus dem Rio Jatapu kommen sollen. Dieser Nebenfluss des Amazonas hat eine einzigartige Mischung aus Schwarzwasser- und Weißwasserfauna. Interessant ist auch, dass bei diesen Blaukopf-Heckeln einige Gipsy-Blue Diskus als Beifänge sind.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 735055 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Toxotes sp. Neu!

10. Februar 2010

Eine neue Schützenfisch-Art!

Kürzlich erhielten wir eine Sendung Schützenfische (Toxotes) aus Thailand, die in der Hauptsache aus T. jaculatrix bestand (siehe http://www.aquariumglaser.de/de/toxotes-jaculatrix_de_1076.html) und auch einige T. chatareus enthielt (siehe http://www.aquariumglaser.de/de/toxotes-chatareus_de_1044.html). Bei genauerem Hinschauen entdeckten wir vier Exemplare ganz abweichend gezeichneter Schützenfische, die zu keiner der bislang beschriebenen sieben Arten passt. Charakteristisch ist der schwarze Streifen am Bauch zwischen Bauch- und Afterflosse. Da es sich um kein Einzelexemplar handelt, ist es wahrscheinlicher, dass wir hier eine unbeschriebene Art haben, als dass es sich um eine Farbvariante handelt.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Thailand
Verfügbare Größe in cm 8-10

Schismatogobius ampluvinculus

9. Februar 2010

Aus Taiwan erhielten wir jetzt erstmals diese niedliche Süßwassergrundel. In der richtigen Stimmung ist sie mit ihrer kontrastreichen Schwarz-Weiß-Zeichnung ausgesprochen hübsch. Zu den gattungstypischen Merkmalen von Schismatogobius gehört übrigens die individuelle Färbung: Es gibt nicht zwei Exemplare, die absolut identisch gezeichnet sind. Aber auch die stimmungsabhängige Umfärbung ist spektakulär. Man kann es manchmal kaum glauben, dass alles die gleiche Art sein soll.

Erwachsene Schismatogobius leben praktisch ausschließlich im Süßwasser, wo sie in größeren Gruppen die flacheren Gebiete von Fließgewässern besiedeln. Bei Gefahr graben sie sich blitzschnell durch seitlich schlängelnde Bewegungen ein. Die Art S. ampluvinculus kommt in Bereichen mit kiesigem Boden vor.

Leider ist die Zucht von noch keiner der etwa 10 bekannten Arten gelungen, wenngleich die Fische ganz willig ablaichen. Die winzigen Larven entwickeln sich vermutlich nur in Meerwasser. Für die Pflege von S. ampluvinculus ist wichtig, dass diese Tiere aus gemäßigten Breiten kommen und in ungeheizten Aquarien gepflegt werden sollten. Die Ernährung mit Frost- und Lebendfutter ist unproblematisch.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 454812 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Taiwan
Verfügbare Größe in cm 2-5

Discus Royal Blue Novo Ariguana

5. Februar 2010

Unter dieser Bezeichnung haben wir gestern (2.2.) fantastische, große Wildfangdiskus erhalten. Diskuskenner werden verstehen, dass die Tiere heute noch lange nicht zeigen, was wirklich in ihnen steckt, und doch sehen sie schon fantastisch aus!

Text & Photo: Frank Schäfer

Parauchenoglanis punctatus

4. Februar 2010

Parauchenoglanis punctatus: Zu den ausgesprochenen Raritäten unter den Welsimporten aus Zentralafrika zählt diese schöne Art. Bislang kennt man sie nur aus dem zentralen Kongogebiet, von wo ohnehin nur relativ selten Fische zu uns gelangen.

Mit etwa 40 cm Gesamtlänge wird die Art recht groß und eignet sich damit hervorragend für große Schauaquarien mit größeren Buntbarsch-, Barben- und Salmlerarten. Interessanterweise ergaben Mageninhaltsuntersuchungen keine Fische, sondern zersetztes Pflanzenmaterial, Insekten und Garnelen. Die Art scheint demnach kein Fischfresser zu sein, dennoch sollte man mit zu kleinen Fischen als Gesellschaftern vorsichtig sein. Interessanterweise zeigen unsere Importfische schon bei einer Länge von 6-8 cm deutliche Geschlechtsunterschiede (Körperform, größere Flossen beim Männchen).

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 100351 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft D.R. Congo
Verfügbare Größe in cm 6-8

Yunnanilus sp.

2. Februar 2010

Yunnanilus sp. Yunnanilus sp. Yunnanilus sp.

Die Gattung Yunnanilus ist recht artenreich: 30 Arten sind derzeit als gültig anerkannt und es gibt sicher noch viel mehr, denn viele Arten haben nur ein kleines Verbreitungsgebiet. Wenn man bedenkt, dass erst ein sehr kleiner Teil der Gewässer im Verbreitungsgebiet von Yunnanilus jemals wissenschaftlich untersucht werden konnte, erklärt sich diese Aussage.

Im Hobby haben wir bislang drei Arten kennen gelernt, zwei beschriebene und eine unbeschriebene. Um die unbeschriebene soll es hier gehen: Yunnanilus sp. „Rosy“. Diese Yunnanilus-Art gehört zu den kleinsten Schmerlenarten. Sie wird kaum jemals länger als 3 cm. Sie zeigt außerdem ein für Schmerlen ganz ungewöhnliches Verhalten: es handelt sich nämlich nicht um einen Bodenfisch im eigentlichen Sinne, sondern Y. sp. „Rosy“ schwimmt vorzugsweise im Schwarm im freien Wasser. Nur zur Futtersuche oder wenn sie sich auf einem erhöhten Ausguckposten ausruhen, lassen sie sich zu Boden sinken.

Noch eine Besonderheit zeichnet Yunnanilus aus: sie sind ausgesprochen geschlechtsdichrom. Das bedeutet, Männchen und Weibchen sind unterschiedlich gefärbt. Die Männchen zeigen eine hellbeige Körpergrundfärbung, während die Weibchen ein sattes Orangerosa aufweisen.

Diese völlig friedliche Zwergart stammt aus dem gleichen Gebiet in Burma, in dem auch der Perlhuhnbärbling (Celestichthys margaritatus) vorkommt. Entsprechend mögen sie es zeitweise etwas kühler (16-20°C im Winter, 22-26°C im Sommer). Das Wasser im Vorkommensgebiet ist mittelhart und etwa neutral (pH 7.6). Im Aquarium zeigen sich die Fische wenig anspruchsvoll.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 478502 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Burma
Verfügbare Größe in cm 2-3

Gold- und Silbersaumbuntbarsch: Neue Namen!

29. Januar 2010

Der Goldsaumbuntbarsch aus Peru und der Silbersaumbuntbarsch aus Ekuador gehören schon seit Jahrzehnten zu den beliebten Aquarienfischen. Ihre Farbenpracht, leichte Züchtbarkeit und ihr interessantes Verhalten verhalf ihnen zu dieser Beliebtheit.

Lange Zeit war jedoch unklar, wie diese Fische wissenschaftlich eingeordnet werden sollen. Im Hobby ging man schon früh davon aus, dass es sich um zwei zwar ähnliche, aber doch verschiedene Arten handelt. Darum nannte man den Goldsaumbuntbarsch Aequidens rivulatus und den Silbersaumbuntbarsch Aequidens sp. aff. rivulatus (siehe z.B. Aqualog Southamerican Cichlids III). Dem folgte auch die Wissenschaft.

Nun wurden in  neueren Arbeiten zusätzlich zu anatomischen Merkmalen auch genetische Merkmale untersucht. Als Resultat dieser Arbeiten wurde der Silbersaumbuntbarsch als eigenständige Art bestätigt und zusammen mit dem Goldsaumbuntbarsch und einigen weiteren Arten (Aequidens biseriatus, A. coeruleopunctatus, A. latifrons, A. pulcher, A. sapayensis) in die neue Gattung Andinoacara überführt. Der Silbersaumbuntbarsch wurde zudem endlich formell beschrieben und trägt jetzt den Namen Andinoacara stalsbergi, während der Goldsaumbuntbarsch folgerichtig nun Andinoacara rivulatus heißt.

Für unsere Kunden: A. rivulatus hat die Codenummer 610003 auf unserer Stockliste, A. stalsbergi 610811. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Aequidens: Latein, bedeutet „mit gleichem Zahn“. Bezieht sich auf die Gebiss-Struktur. sp. aff.: Latein, Abkürzung für „species affinis“, was „ähnliche Art“ bedeutet. rivulatus: Latein: bedeutet „aus einem Bach stammend“. stalsbergi: zu Ehren von Alf Stalsberg. Andinoacara: bedeutet „Acara aus den Anden“. Acara ist eine andere Buntbarschgattung.

Literatur: Musilová, Z., Schindler, I. und W. Staeck (2009): Description of Andinoacara stalsbergi sp. n. (Teleostei: Cichlidae: Cichlasomatini) from Pacific coastal rivers in Peru, and annotations on the phylogeny of the genus. Vertebrate Zoology 59 (2): 131-141.

Text: Frank Schäfer, Photos: Aqualog-Archiv und Frank Schäfer

Danionella dracula

28. Januar 2010

Danionella dracula Danionella dracula Danionella dracula Danionella dracula

Danionella sind winzige Bärblinge, die nicht länger als 2 cm werden. Die zuerst entdeckte Art, D. translucida, galt bis zur Entdeckung der noch winzigeren Paedocypris als kleinster Karpfenfisch der Welt.

Zur Zeit sind vier Arten wissenschaftlich beschrieben, drei aus Burma und eine aus Nordindien. Erst im letzten Jahr (2009) wurde eine Art aus Nord-Burma beschrieben und mit dem ungewöhnlichen Namen Danionella dracula belegt. Obwohl kein Karpfenfisch echte Kieferzähne besitzt, stellte sich bei der mikroskopischen Untersuchung der Winzlinge heraus, dass die Männchen dieser Art als einzigem Karpfenfisch überhaupt zahnähnliche Gebilde auf den Kieferknochen entwickelt haben. Die beiden vordersten Zähne sind dabei zu langen fangzahnartigen Gebilden geworden, die an die Hauer des legendären Vampirs Graf Dracula erinnern. Leider kann man diese Fangzähne am lebenden Tier nicht erkennen.

Danionella sind nicht allzu schwierig zu pflegen, sie benötigen entsprechend ihrer Winzigkeit feines Lebendfutter und sollten möglichst im Artaquarium gepflegt werden. Sie sind jedoch weder besonders empfindlich noch krankheitsanfällig. Die Pflege erfolgt am besten bei Raumtemperatur (18-22°C). Gelaicht wird in Javamoos oder an Filtermatten. Die Wasserwerte spielen keine besondere Rolle, das Wasser sollte am besten mittelhart sein, der pH-Wert um den Neutralpunkt liegen.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 413412 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Burma
Verfügbare Größe in cm 1.5-2

Sewellia speciosa

26. Januar 2010



Aus Laos konnten wir nun erstmals diese hübsche Plattschmerle importieren. Die Art kommt im Einzug des Kong-Flusses von Laos und Vietnam vor. Die Maximallänge beträgt etwa 6 cm. Interessant sind bei dieser Art die Geschechlechtsunterschiede: die kleineren und schlankeren Männchen besitzen auf den Brustflossen fleckenartige Ansammlungen von kleinen Tuberkeln. Der Sinn dieser Pickelchen ist noch unbekannt.






Wie alle Sewellien sind die Tiere an strömendes Wasser angepasst. Gegenüber Artgenossen und anderen Fischen sind sie friedlich. Man muss nur aufpassen, dass die Kleintierfresser genug zu essen bekommen. Frostfutter – Mückenlarven eignen sich am besten – wird gerne angenommen.



Lexikon: Sewellia: Widmungsname. speciosa: Latein, bedeutet „schön, ansehnlich“.



Text & Photos: Frank Schäfer

Corydoras sp. C40

20. Januar 2010

 

Aus dem brasilianischen Bundesstaat Rondonia erreicht uns ein hübscher Panzerwels, der sich rein äußerlich nicht von Corydoras griseus aus Guyana unterscheiden lässt. Allerdings liegen zwischen den Fundorten beider Fische mehrere tausend Kilometer Entfernung und aus dem dazwischen liegenden Gebiet wurden bislang keine Corydoras dieses Aussehens bekannt. Daher wurde beschlossen, den Brasilianer bis zu dem Zeitpunkt, da ein Wissenschaftler sich mit dem Problem beschäftigt, als C40 zu bezeichnen. So kann vermieden werden, dass im Hobby die beiden Arten versehentlich gekreuzt werden.

Obwohl nicht sehr farbenprächtig, ist Corydoras sp. C40 ein sehr attraktiver Panzerwels, der bei Wohlbefinden ein schönes „Fischgrätmuster“ auf den Flanken entwickelt. Es handelt sich um eine sehr friedliche und dabei anspruchslose Panzerwelsart. Als klassischer Rundschnäuzer mag C40 die Gesellschaft seinesgleichen und sollte stets im Trupp (6 Tiere oder mehr) gepflegt werden.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Brasilien / Brazil
Verfügbare Größe in cm 5-6

Faunus ater

20. Januar 2010

Faunus ater

Diese attraktive, rund 6 cm lange Schnecke aus der weitläufigen Verwandtschaft der Turmdeckelschnecke haben wir jetzt aus Thailand erhalten. In der Natur lebt die Art auf schlammigen Böden im Unterlauf von Flüssen und zeichnet sich durch eine hohe Salztoleranz aus. Man kann sie sowohl in Süß- wie auch in Brackwasser pflegen. Im Gegensatz zu den lebend gebärenden Turmdeckelschnecken sind Faunus eierlegend. Da sich die Larven nur im Meer entwickeln können, ist eine unerwünschte Massenvermehrung der Schnecke im Aquarium nicht zu befürchten. Die Art ist getrennt geschlechtlich, es gibt also Männchen und Weibchen, die sich äußerlich allerdings nicht unterscheiden lassen. In der Natur sind die Tiere wohl Schlickfresser und brauchen auch im Aquarium sehr feine, weiche Nahrung. Als Algenfresser kann man sie nicht verwenden.

Lexikon: Faunus: ein römischer Gott, zuständig für Ackerbau und Viehzucht; entspricht dem griechischen Pan; warum dieser Gattungsname gewählt wurde, ist nicht bekannt. ater: Latein, bedeutet „schwarz“.

Text & Photos: Frank Schäfer

Pseudomystus siamensis (= Leiocassis siamensis)

15. Januar 2010

Nach längerer Zeit haben wir wieder einmal diesen Welsklassiker aus Südostasien bei uns zu Gast. Pseudomystus siamensis ist eine in Thailand, Kambodscha und Laos vorkommende, relativ kleinbleibende Welsart. Die Maximallänge liegt bei etwa 15 cm, doch wird diese Länge kaum jemals erreicht. Untereinander und gegen artfremde Fische (sofern sie nicht als Futter in Frage kommen) zeigt sich der Siamesische Ringelwels, wie er auch genannt wird, ausgesprochen friedlich. Gefressen wird alles, was in das Maul passt, egal ob Trocken-, Frost- oder Lebendfutter. Wenngleich die Art von Natur aus eher dämmerungsaktiv ist, kommen die vergleichsweise intelligenten und lernfähigen Fische im Aquarium zu jeder Tageszeit aus ihrem Versteck, wenn es Futter gibt. Bezüglich der Wasserwerte ist die Art anspruchslos, die Temperatur sollte im Bereich zwischen 22 und 26°C liegen. Pflanzen werden nicht beschädigt oder beachtet.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 423603 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Thailand
Verfügbare Größe in cm 6-8

Pseudocrenilabrus multicolor victoriae

14. Januar 2010

Dieser wunderschöne kleine Buntbarsch hat schon reichlich Namensänderungen hinter sich gebracht. Bekannt wurde er in der Aquaristik unter dem Namen Pseudocrenilabrus philander dispersus. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Unterart liegt in Uganda.

Im Handel sind ausschließlich Nachzuchten dieses Fisches. Es handelt sich um agame, maternale Maulbrüter, d. h., Männchen und Weibchen gehen keine dauerhafte Paarbindung ein und das Weibchen alleine betreibt die Maulbrutpflege. Im Gegensatz zu vielen anderen Maulbrütern nehmen die Pseudocrenilabrus-Arten auch die freischwimmenden Jungtiere noch ins Maul, wenn eine vermeintliche Gefahr droht. Die Brutpflege dieser Art sollte wirklich jeder Aquarianer einmal beobachtet haben.

Die Geschlechtsreife setzt bei P. m. victoriae bei einer Länge von etwa 5 cm ein, die erreichbare Maximallänge kapitaler Exemplare liegt bei etwa 10 cm. Normalerweise werden die Tiere 7-8 cm lang. Ein Aquarium für diese Fische sollte stellenweise feinen Sandboden enthalten, wo die Männchen ihre Laichgruben anlegen. Pflanzen werden nur dann beschädigt, wenn sie im Weg sind. Pseudocrenilabrus sind vollkommen anspruchslos, was die Wasserzusammensetzung und die Fütterung angeht, ihre Pflege und Zucht gelingt daher auch Anfängern im Hobby sehr leicht.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 566403 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Pseudocrenilabrus: Griechisch für „Falscher Crenilabrus“. Crenilabrus ist eine andere Fischgattung. multicolor: Latein, bedeutet „vielfarbig“. victoriae: nach dem Vorkommensgebiet, dem Victoriasee.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 6-8

Neocaridina heteropoda BLOOD RED

13. Januar 2010

Immer neue Zuchtformen von Zwerggarnelen kommen in den Handel. Die Gattungs- und Artzugehörigkeit von importierten Garnelen ist ohnehin schon schwer zu ermitteln, bei Zuchtformen oft völlig hoffnungslos.

Die Tiere, die als Neocaridina heteropoda BLOOD RED im Handel sind, stellen eine echte Alternative zu den hinfälligen und schwer pflegbaren Sulawesi-Kardinalsgarnelen dar. Wir haben diesen intensiv gefärbten Stamm aus Taiwan bekommen.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 485222 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Taiwan
Verfügbare Größe in cm 1.5-2

Gerade hereingekommen: Nachzuchten von Hypancistrus sp. L399

12. Januar 2010

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Hypancistrus sp. L399 ist ein kleinbleibender L-Wels. Seine Maximallänge beträgt um 8 cm. Wie so viele L-Welse dieser Verwandtschaftsgruppe ist er sehr variabel gefärbt. Wir haben jetzt einige wenige Nachzuchtexemplare dieses wunderhübschen Fisches von einem deutschen Züchter erhalten, die eine Länge von 4-5 cm haben. Das Foto zeigt eines der erwachsenen Zuchttiere.

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Für unsere Kunden: die Fische haben Code 26480-L399x-2 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photo: Frank Schäfer

Neocaridina Red-Bee-Snow-White-Shrimp

11. Januar 2010

Die Zucht der „Crystal-Red“-Garnelen ist ein extrem beliebtes Hobby geworden. Es handelt sich bei diesen Zwergen um echte Heimtiere, was auch kulturhistorisch von einigem Interesse ist. Denn noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit wurde ein Krebstier zu solchen Zwecken gezüchtet! Charakteristisch für die Haustierwerdung einer Tierart ist die Uneinheitlichkeit der verschiedenen in Zucht befindlichen Stämme, die in aller Regel eine Zuordnung zu einer wildlebenden Art nach anatomischen Merkmalen unmöglich macht. Daher gibt es auch bis heute keinen wissenschaftlichen Namen für die Crystal Red, denn solche Tiere gibt es in der freien Natur nicht und ihr Ursprung ist – sieht man einmal von anekdotenhaften Aquarianermythen ab – nicht dokumentiert.

Die Zucht von Heimtieren ist selbstverständlich als wichtigstem Auslesekriterium dem Geschmack der Züchter unterworfen. Natürliche Feinde gibt es im Aquarium nicht und Nahrung ist im Überfluss vorhanden. Lediglich die Empfindlichkeit gegenüber Krankheitserregern ist ein wichtiger Gesichtspunkt, den auch die Züchter von Heimtieren nicht aus den Augen verlieren dürfen.

Bis vor relativ kurzer Zeit war der Rotanteil in der Färbung und dessen Verteilung auf dem Körper im Focus der europäischen Züchter. In Ostasien schaute man hingegen auf eine Vermehrung der Weißanteile. Diese Weißfärbung kontrastiert sehr schön mit Rot. Doch auch rein weiße Zuchtlinien gibt es zwischenzeitlich. Wie man auf den Fotos gut sieht, besteht diese Weißfärbung aus lichtreflektierenden Pigmenten, wodurch die Garnelen zu leuchten scheinen. Typisch für diese „Snow-White“-Zuchten ist es, dass das Rot in der Körperfärbung durch einen Orangeton ersetzt wurde. Je nachdem, wie hoch der Orangeanteil ist, erscheinen diese Snow-White-Garnelen daher platinweiß oder wie Weißgold.

In der Pflege und Zucht unterscheiden sich die Snow-White nicht von anderen Crystal-Red.

Für unsere Kunden: die Tiere haben die Code-Nummer 485340. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Taiwan
Verfügbare Größe in cm 1-2

Neocaridina RED-BEE-SNOW-WHITE-SHRIMP

11. Januar 2010

Diese Tiere haben wir Ihnen schon einmal vorstellen können: http://www.aquariumglaser.de/de/neocaridina-red-bee-snow-white-shrimp_de_1081.html. Jetzt haben wir erneut diese wunderschönen Tiere aus Taiwan erhalten.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 485340 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Betta splendens Crowntail Schwarz

6. Januar 2010

Crowntail-Bettas erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Obwohl die Zuchtform vermutlich bereits in den 1960er Jahren bekannt war und das Gen für den Faktor Crowntail dominant vererbt wird, erlebten die Fische ihren Durchbruch in Mitteleuropa und Amerika aber erst Anfang dieses Jahrtausends. Ihre exakte Entstehungsgeschichte ist nicht dokumentiert, die erste uns bekannte belegbare Erwähnung war im Labyrinthfischbuch von Jörg Vierke aus dem Jahr 1978, da existierten Crowntails aber schon längst.

Wir haben jetzt ganz wunderbare schwarze Crowntails von einem thailändischen Zuchtbetrieb im Stock. Schwarze Kampffische waren und sind schon immer eine Besonderheit, denn die Farbe wird doppelt rezessiv (also „verdeckt“) vererbt und ihre Erzüchtung erfordert viel Geschick und züchterisches Wissen.

Die schwarzen Crowntails sind genau wie alle anderen Siamesischen Kampffische zu pflegen, es darf also nur ein Männchen pro Aquarium gepflegt werden und bei Vergesellschaftung muss darauf geachtet werden, dass die anderen Fische nicht an den Flossen herum zupfen. Allzu lebhafte Fischarten scheiden als Gesellschafter für Bettas ebenso aus, wie Schleierguppys, die sehr oft von den Bettas angegriffen werden.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 390543 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photo: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Thailand
Verfügbare Größe in cm 6-8

Corydoras sp. aff armatus

9. Dezember 2009

Vor einigen Wochen stellten wir Ihnen diese erstmals importierte Corydoras-Art vor (http://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/corydoras/corydoras-sp-aff-armatus-cw45/). In der Zwischenzeit haben sich die Tiere optimal eingewöhnt und sind so schön geworden, dass wir Ihnen ein weiteres Photo nicht vorenthalten möchten.

Text & Photo: Frank Schäfer

Poecilia reticulata Guppy Jamaica

7. Dezember 2009

Der
Guppy ist einer der bedeutendsten Aquarienfische. Neben unzähligen
Zuchtvarianten werden in jüngster Zeit auch Wildformen immer beliebter.
Wir bieten verschiedene solcher Wildformen an, eine wunderhübsche ist
die „Jamaica-Variante“.

Diese Fische werden allerdings in
Europa von Profizüchtern für uns gezüchtet. In der Natur sind auch die
Wildformen sehr variabel, im Aquarium hingegen bilden sich aus
ursprünglichen Importtieren relativ schnell farblich und körperlich
recht einheitliche Varianten heraus. Man sollte also nicht auf die
irreführende Idee kommen, auf Jamaica sähen etwa alle wildlebenden
Guppys so aus, wie unsere Aquarienform.

Der
Jamaica-Guppy ist eine besonders zierliche Variante, die Männchen
werden kaum 3 cm lang. Es macht großen Spaß, diese kunterbunten und
lebhaften Fischen im Aquarium zu beobachten. Sie sind vollkommen
anspruchslos und können auch Anfängern in der Aquaristik guten
Gewissens empfohlen werden.

Für unsere Kunden: der Guppy
„Jamiaca“ hat Code 419032 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie,
dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon:
Poecilia: aus dem Altgriechischen, etwa „die Bunte“. reticulata:
latein, bedeutet „genetzt“, was sich auf die dunklen Schuppenränder der
Weibchen bezieht.

Text & Photos: Frank Schäfer

Panaque L90a Ojo Chico

3. Dezember 2009

L90 gehört zu den variabel gefärbten Arten. Dieses Jahr haben wir erstmals wunderschöne Tiere aus Peru erhalten, die statt des weißen einen orange-roten Halbmond in der Schwanzflosse haben. Der spanische Name (Ojo = Auge und Chico = Junge) bezieht sich nicht darauf, sondern auf das verhältnismäßig kleine Auge, das für L90 im Vergleich zu anderen Panaque so typisch ist.

Die hübsche Schwanzflossen-Färbung bleibt auch bei erwachsenen Tiere erhalten. Wie alle L90 wird auch diese Art mindestens 30 cm lang, was sich ausschließlich auf den Körper bezieht. Bei Arten mit derart langen Schwanzflossenfilamenten, wie sie L90 haben, eine Gesamtlänge anzugeben, ist wenig sinnvoll.

Diese Panaque fressen vor allem Holz. Reichlich mit weichem Holz dekorierte Aquarien und (wegen des bei dieser nährstoffarmen Nahrung üppig anfallenden Kotes) eine kräftige Filterung sind die Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Pflege dieser wunderschönen Tiere.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 26480-L 090A-1 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Panaque: nach der einheimischen Bezeichnung für P. nigrolineatus in Venezuela.

Text & Photos: Frank Schäfer

Brienomyrus niger

3. Dezember 2009

Die etwa 200 Arten der Nilhechte (Mormyridae) gehören zu den wichtigsten Süßwasserfischen Afrikas, denn viele sind ausgesprochen häufig und gelten als wohlschmeckend. Aquaristisch hingegen spielen sie kaum eine Rolle. Viele Arten sind nach äußeren Merkmalen nicht bestimmbar. Alle Morymriden gehören zu den schwach elektrischen Fischen, die mittels elektrischer Entladungen untereinander kommunizieren. Zahlreiche Arten kann man nur anhand dieser „Sprache“ sicher unterscheiden, äußerlich ähneln sie sich teilweise sehr.

Zu den gut bestimmbaren Arten gehört Brienomyrus niger, den wir wieder einmal aus Nigeria eingeführt haben. Die Art wird ca. 15 cm lang. Sie zeigt alle die faszinierenden Eigenschaften, die die Pflege von Nilhechten so spannend macht, wie die schon erwähnte „Elektrosprache“, aber auch den ausgeprägten Spieltrieb und die – für Fischverhältnisse – erstaunlich hohe Intelligenz. Wie Papageien haben die Mormyriden ein verhältnismäßig stark entwickeltes Kleinhirn.

Im Aquarium sind diese Tiere leider relativ unverträglich untereinander, weshalb man für zahlreiche Versteckmöglichkeiten im möglichst großen Aquarium sorgen sollte. Ideal sind PVC-Röhren, die zugleich gegen „Elektrosmog“ vom Nachbarn schützen. Gefüttert werden diese Fische am besten mit Roten Mückenlarven (auch gefrostet) und Tubifex.

Bezüglich der Wasserwerte ist B. niger anspruchslos. Er gehört zu den wenigen Nilhechtarten, die über eine Hilfsatmung verfügen, die also atmosphärische Luft aufnehmen und veratmen können. Die Geschlechter sind nicht leicht zu unterscheiden, die Weibchen sind jedoch deutlich hochrückiger als die Männchen. Andere äußere Geschlechtsunterschiede sind für diese Art unbekannt.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 103604 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nigeria
Verfügbare Größe in cm 7-9

Macrognathus meklongensis

1. Dezember 2009

Uns ist jetzt die Ersteinfuhr eine der kleinsten und hübschesten Stachelaarten gelungen, nämlich Macrognathus meklongensis aus Thailand. Dieser niedliche Stachelaal wird nur knapp 15 cm lang und dabei kaum zeigefingerdick.

Die Färbung variiert stimmungsabhängig sehr stark. Die Körpergrundfärbung ist ein schönes Goldbronze, die Flossen werden bei Wohlbefinden gelb-rot, unterhalb der schwarz gestreiften Rückenflosse befinden sich kleine Ocelli (Augenflecken).

Gegenüber allen Fischen, egal ob artfremd oder Artgenosse, sind M. meklongensis sehr friedlich. Sehr kleine Fische werden selbstverständlich gefressen, doch können diese Stachelaale deshalb nicht als Raubfische bezeichnet werden. Die Hauptnahrung stellen kleine Wirbellose dar, im Aquarium vor allem Mückenlarven (auch gefroren). Wer Gelegenheit hat, lebende Wasserflöhe zu verfüttern, sollte das gelegentlich tun, denn es macht Spaß zu beobachten, wie sich die Stachelaale S-förmig (wie Seepferdchen) auf die Schwanzflosse stellen und dann gezielt die Wasserflöhe aus der Wassersäule picken.

Bezüglich der Wasserwerte sind diese Stachelaale völlig anspruchslos, die Temperatur sollte zwischen 22 und 28°C liegen. Viele höhlenartige Versteckmöglichkeiten sind während der Eingewöhnung wichtig, wenn die Fische sich aber erst einmal eingewöhnt haben, lassen sie sich häufig sehen. Ganz wichtig ist es, das Aquarium absolut lückenlos abzudecken, denn Stachelaale sind wahre Ausbruchskünstler.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 425164 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Macrognathus: aus dem Altgriechischen „mit großen Kinnbacken“. meklongensis: aus dem Meklong-Fluss stammend.

Text & Photos: Frank Schäfer

Garra flavatra

27. November 2009

Endlich wieder verfügbar! Wir freuen uns Ihnen erneut Garra flavatra anbieten zu können. Ihre attraktive Bänderung sowie die rötliche Flossenzeichnung machen sie zur schönsten Garra Art.

In unserer Erstvorstellung (siehe news v. 16.12.05) war sie noch unter dem Handelsnamen Garra spec. „Panda“ angeboten worden, inzwischen ergab sich die Artzugehörigkeit zu Garra flavatra. Da die damals importierten Fische sehr schnell vergriffen waren, sind wir froh sie erneut in unser Angebot aufnehmen zu können.

Über ihre Lebensweise ist wenig bekannt, es handelt sich um eine erst 2004 wissenschaftlich beschriebene Art. Hier gibt es also für engagierte Aquarianer einiges zu entdecken, besonders da noch keine Berichte über erfolgreiche Nachzucht vorliegen.

Infolge ihrer geringen Größe (< 10cm) und schönen Färbung ist Garra flavatra eine der interessantesten Neuentdeckungen der letzten Jahre und besitzt mit Sicherheit ein großes aquaristisches Potential.

(Photo F. Schäfer, Text K. Diehl)

Angaben zum Tier
Herkunft Myanmar

Garra flavatra

27. November 2009

Die algenfressende Saugbarbe Garra flavatra aus Burma ist an sich schon ein Hingucker. Verglichen mit allen anderen Algenfressern ist sie so hübsch, dass man sie auch um ihrer selbst willen pflegen möchte.

In unserer Schauanlage offenbarten die Tiere nun, was wirklich in ihnen steckt: knallrote Flossen!

Die Pflege von Garra flavatra ist leicht. Sie mögen Wassertemperaturen zwischen 18 und 26°C, lieber etwas kühler, besser auf Dauer nicht wärmer. Die Wasserchemie ist für die Pflege ohne Bedeutung. Man pflegt die bis zu 9 cm lang werdenden Fische am besten im Trupp. Untereinander und gegen artfremde Fische sind sie vollkommen friedlich.

Für unsere Kunden: wir haben zur Zeit Nachzuchten (416460) und Wildfänge (416461) im Stock. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Garra: nach einer in Bengalen üblichen Bezeichnung. flavatra: latein, bedeutet „gelb-schwarz“, bezieht sich auf die Färbung.

Text & Photos: Frank Schäfer

Newsletter-Abo funktioniert wieder!

20. November 2009

Liebe Besucher unserer Homepage,

wie wir leider erst jetzt erfahren haben, funktionierte die Anmeldung zum Abonnieren unseres kostenlosen Newsletters einige Tage nicht. Wir haben den Fehler beheben können und bitten alle, die es frustriert aufgegeben haben, um Entschuldigung.

Ihr Team von Aquarium Glaser

Bild: Fehlerteufelchen © by Hidenori Nakano, 2009

Nannostomus digrammus

18. November 2009

Nannostomus digrammus

Die Zier- oder Bleistiftsalmler (Nannostomus) gehören zu den schönsten Salmlern. Zu ihrer hübschen Färbung kommt noch der interessante Schwimmstil, der immer ein wenig an einen Zeppelin erinnert.

Eine Art, die nur sehr sporadisch zu uns kommt ist der Zweistreifen-Ziersalmler, Nannostomus digrammus. Im Aussehen ähnelt er dem bekannten Dreistreifen-Ziersalmler (N. trifasciatus), jedoch fehlt bei N. digrammus der schwarze Längsstreifen am Bauch, der artcharakteristisch für N. trifasciatus ist.

Untereinander und gegen artfremde Fische ist N. digrammus vollkommen friedlich, auch Pflanzen werden nicht beschädigt. Männchen und Weibchen unterscheidet man, wie bei allen Ziersalmlern, am besten anhand der Afterflosse, die bei den Männchen deutlich größer als bei den Weibchen ist.

Die Art hat einen identisch aussehenden Doppelgänger in Guyana, N. bifasciatus. Bei dieser Art fehlt die Fettflosse normalerweise, bei N. digrammus ist sie normalerweise vorhanden. So kann man die beiden auch ohne Kenntnis der Herkunft einigermaßen gut auseinanderhalten.

Für unsere Kunden: die Art hat Code 271703 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Brasilien / Brazil
Verfügbare Größe in cm 3-4

Neolamprologus meeli

13. November 2009

Unter den Schneckenbuntbarschen des Tanganjikasees gibt es einige Arten, die sich außerordentlich ähneln und es ist in manchen Fällen bis heute nicht klar, ob der ihnen zugewiesene wissenschaftliche Name stimmt.

Neolamprologus meeli wurde von Max Poll 1948 aus der Nähe von Katibili im kongolesischen Teil des Sees beschrieben. Es bestehen große Ähnlichkeiten zu N. hecqui und N. boulengeri, wobei die schwarzen Flossensäume, die alle drei Arten haben, besonders auffallen.

Ob die im Hobby unter dem Namen Neolamprologus oder Lepidolamprologus meeli „Zambia“ vorhandenen Fische wirklich dieser Art angehören oder eine Farbvariante von hecqui darstellen, ist unter Fachleuten umstritten. Das ist aber auch nicht so wichtig, viel wichtiger ist, dass es sich um einen wunderschönen Fisch handelt, der eine Bereicherung für jedes Tanganjikabecken darstellt.

Männchen werden mit etwa 7 cm rund zwei Zentimeter länger als die Weibchen. Bei dieser Art benutzen üblicherweise nur die Weibchen das leere Schneckenhaus als Versteck.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 5-7

Pseudomugil signifer

12. November 2009

Die Pseudomugil-Arten sind Verwandte der Regenbogenfische. Sie bleiben allerdings erheblich kleiner, meist erreichen sie nur Längen um 4 -5 cm. So auch Pseudomugil signifer, die ein wenig wie eine Minitaurausgabe des Celebes-Sonnenstrahlenfisches (Marosatherina ladigesi) wirken. Wir haben diese niedlichen Schwarmfische, die vor allem durch ihr unermüdliches Balzspiel begeistern, als Nachzucht im Programm, denn sie stammen ursprünglich aus Australien (östliches Küstengebiet von Queensland und New South Wales). Aus Australien kommen keine Importe.

Die Tiere laichen gerne in feinem Pflanzenmaterial (Javamoos etc.). Die Eier brauchen 2-3 Wochen zur Entwicklung, dann schlüpfen aus ihnen mit etwa 5-6 mm Länge schon recht große Larven, die meist von Anfang an Artemia-Nauplien fressen können.

Da die Männchen untereinander recht aggressiv sein können, sollten immer deutlich mehr Weibchen als Männchen im Aquarium vorhanden sein. In sehr kleinen Aquarien oder im Zuchtansatz sollte nur 1 Männchen eingesetzt werden.

Bezüglich der Wasserwerte zeigen sich die Fische sehr tolerant, hartes Wasser (ggf. auch mit etwas Salzzusatz) wird aber besonders gemocht.

Für unsere Kunden: Die Tiere haben Code 446302 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 3-4

Guppy Endler „Spotted Tail“

11. November 2009

Die neueste Guppyzüchtung aus Südostasien hat uns vergangene Woche erreicht. Es handelt sich um eine besonders hübsche Endler-Kreuzung, bei der die Filigran-Zeichnung des King Cobra mit der zierlichen Figur und dem großen Schulterfleck des Endler-Guppys kombiniert wurde.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 419059 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photo: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 2-3

Guppy Endler „Spotted Tail“

11. November 2009

Die neueste Guppyzüchtung aus Südostasien hat uns vergangene Woche erreicht. Es handelt sich um eine besonders hübsche Endler-Kreuzung, bei der die Filigran-Zeichnung des King Cobra mit der zierlichen Figur und dem großen Schulterfleck des Endler-Guppys kombiniert wurde.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 419059 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photo: Frank Schäfer

Akysis vespa

10. November 2009

Unter den Welsen gibt es so manche Art, die dem unvorsichtigen Fänger mit ihren spitzen Brust- und Rückenflossenstacheln einen kräftigen Denkzettel verpasst. Wenngleich die meisten Menschen wie auf einen Bienenstich nur mit lokalen, relativ milden Symptomen reagieren, sind Allergiker hochgradig gefährdet. Immerhin ist die Honigbiene das Tier, das weltweit für die meisten durch Tiere verursachten Todesfälle unter Menschen verantwortlich ist!

Und genau hier liegt das Problem bei Giftfischen. Bevor man gestochen wurde, kann man nicht sagen, wie man individuell auf das Gift reagiert. Die Reaktionen reichen dann von einem kurzen Brennen bis hin zu lebensbedrohenden Symptomen (Herzrasen, Atemnot, etc.). Darum sei jedem geraten, mit dem Fisch, um den es hier eigentlich geht, sorgsam umzugehen und Stiche zu vermeiden: Akysis vespa.

Bereits der wissenschaftliche Artname „vespa“ (Latein für Wespe) sagt eigentlich alles und ist treffend gewählt. Denn erstens erinnert die grelle gelb-schwarze Ringelung an das wehrhafte Insekt und zweitens tun die Stiche dieses maximal 3,5 cm langen Fischzwerges verflixt weh. Die gute Nachricht ist: Akysis vespa ist ein perfekter Aquarienfisch und lässt sich auch gut züchten. Die Geschlechter unterscheidet man am besten nach der Körperform, Weibchen sind plumper gebaut als die Männchen. Bei laichreifen Weibchen sieht man die rund 1,5 mm großen, grünlichen Eier durch die Bauchhaut schimmern.

Die Heimat von A. vespa ist Burma. Bislang kennt man die Art nur aus dem Oberlauf des Ataran-Flusses, der im Norden Burmas liegt und in die Andamanen-See entwässert. Das Quellgebiet des Ataran liegt auf thailändischer Seite. Akysis bewohnen klare Bäche mit kiesigem Boden. Im Aquarium sind sie lebhafter, wenn für gute Strömung im Becken gesorgt wird.

Wie so viele andere Fische richten sich Akysis im Fortpflanzungsverhalten nach der Regenzeit. Ähnlich wie bei vielen Panzerwelsen lösen kräftige (80%) Wasserwechsel, die mit weichem und kühlem Wasser durchgeführt werden (dabei sollte die Temperatur von etwa 30 auf etwa 23°C fallen) das Ablaichen aus. Die Männchen treiben dabei recht heftig, es scheint ganz günstig, mehrere Männchen pro Weibchen anzusetzen. Das erfolgreiche Männchen umschlingt das Weibchen während der Paarung. Die Eier schlüpfen nach etwa 4 Tagen.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 362363 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Burma
Verfügbare Größe in cm 3-4

Fundulopanchax sjostedti USA blau

6. November 2009

Killifische sind die buntesten Fische der Welt. Und einer der prachtvollsten ist Fundulopanchax sjostedti (früher: Aphyosemion s.), der ursprünglich aus dem Westen Nigerias und dem Osten Kameruns stammt.
Er gehört zu den größten Killifisch-Arten, die Männchen erreichen gut und gerne 12 cm Länge. Das abgebildete, ausgewachsene Männchen ist nur ein halbes Jahr alt! Der Grund, weshalb die Art im Aquarium eher zu den Raritäten zu rechnen ist, liegt in der Unverträglichkeit der Männchen untereinander. Hier macht der Stamm „USA blau“ eine rühmliche Ausnahme: für Sjostedti-Verhältnisse sind die Fische geradezu lammfromm.
Der Züchter unserer Tiere verriet uns einen Trick: die Fische müssen bei etwa 21°C gepflegt und gezüchtet werden. Höhere Wärmegrade, wie für diese Art in der Literatur empfohlen, sind dem Stamm USA blau nicht zuträglich.
Der Artname wird übrigens richtig sjostedti (mit o) und nicht sjoestedti (mit oe) geschrieben. Ursprünglich schrieb der Erstbeschreiber Lönnberg den Namen sjöstedti; in der zoologischen Namensgebung sind aber nur lateinische Buchstaben ohne Sonderzeichen erlaubt. Das „ö“ in sjöstedti entspricht aber nicht dem deutschen Umlaut und wird daher auch nicht in „oe“ verbessert.
Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 314103 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 4-5

Macrobrachium eriocheirum

5. November 2009

Aus Thailand erhielten wir die interessante Großarmgarnele Macrobrachium eriocheirum. Mit etwa 5 cm Körperlänge gehört sie zu den kleineren Arten der Gattung. Die Männchen haben sehr ungleich große Scherenarme, die zudem dicht behaart sind.

M. eriocheirum gehört, verglichen mit anderen Großarmgarnelen, zu den Arten mit fortschrittlicher Fortpflanzung. Ihre Jungtiere müssen nicht im Meer aufwachsen, sondern der Lebenszyklus der Garnele vollzieht sich komplett im Süßwasser. Dadurch ist ihre Zucht im Aquarium vergleichsweise leicht möglich.

Bezüglich der Wasserzusammensetzung ist M. eriocheirum anspruchslos. Es handelt sich um Allesfresser mit Schwerpunkt auf tierische Nahrung. Gegenüber Fischen können die Garnelen recht angriffslustig sein, daher sollte man bei einer geplanten Vergesellschaftung sehr vorsichtig sein.

Die Garnelen passen sich chamäleongleich in ihrer Färbung der Umgebung an, so dass die Grundfärbung stark abändern kann.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 484393 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Thailand
Verfügbare Größe in cm 5-6

Corydoras sp. aff. armatus CW45

4. November 2009

Ein Erstimport ist ein weiterer Corydoras, der sicherlich einer wissenschaftlich noch unbeschriebenen Art angehört. Er erinnert wegen der außergewöhnlich hohen Rückenflosse ein wenig an C. armatus, hat jedoch einen goldenen Glanzfleck im Rücken, der bei C. armatus nie vorkommt. Auch von dieser neuen Art wissen wir den Fundort: sie kommt ebenfalls aus dem Staat Amazonas in Brasilien und wurde nahe der Stadt Jutai gesammelt.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Brasilien / Brazil
Verfügbare Größe in cm 6-7

Corydoras eques, C. sp. aff. armatus und Corydoras duplicareus

4. November 2009

Aus dem brasilianischen Bundesstaat Amazonas, genauer gesagt aus der Umgebung der Stadt Anori, erreichte uns jetzt erstmals eine größere Anzahl eines wunderschönen Panzerwelses, der zwar der Wissenschaft schon lange bekannt, jedoch aquaristisch kaum in Erscheinung getreten ist: Corydoras eques.

Ein Erstimport ist ein weiterer Corydoras, der sicherlich einer wissenschaftlich noch unbeschriebenen Art angehört. Er erinnert wegen der außergewöhnlich hohen Rückenflosse ein wenig an C. armatus, hat jedoch einen goldenen Glanzfleck im Rücken, der bei C. armatus nie vorkommt. Auch von dieser neuen Art wissen wir den Fundort: sie kommt ebenfalls aus dem Staat Amazonas in Brasilien und wurde nahe der Stadt Jutai gesammelt.

Schließlich erreichte uns eine gut bekannte Art in wundervoll gefärbten Exemplaren: Corydoras duplicareus. Wenngleich die Abgrenzung dieser Art gegenüber C. adolfoi aus wissenschaftlicher Sicht ausgesprochen problematisch ist: der Fisch ist es nicht und sicher finden diese fantastischen Schwarzwasser-Corydoras bald eine neuen glücklichen Besitzer.

Für unsere Kunden: Corydoras eques hat Code 227814, C. sp. aff. armatus Code 222134 und C. duplicareus Code 227603 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon:

Corydoras: aus dem Altgriechischen, bedeutet „mit Helm und Lanze“, was sich auf die äußeren Knochenpanzer und die kräftigen Flossenstacheln bezieht. eques: Latein für Reiter, Ritter; Bezug unbekannt. armatus: Latein für bewaffnet, wohl wegen des großen Rückenflossenstachels. duplicareus: Latein für verdoppelt, bezieht sich auf die große Ähnlichkeit zu C. adolfoi. adolfoi: zu Ehren von Adolfo Schwartz.

Text & Photos: Frank Schäfer

Tylomelania sp. „Pure Orange“

27. Oktober 2009

Aus dem Pososee auf Sulawesi (früher: Celebes) kommen nicht nur wunderschöne Zwerggarnelen, sondern auch diese großen Vettern der bekannten Turmdeckelschnecke (Melanoides tuberculata). Besonders auffällig ist die knallige Farbe der Weichkörper der Tiere.

Tylomelania-Arten sind keine Algenfresser, sondern sie ernähren sich von Mulm und Detritus. Daher braucht man unbedingt ein paar schlammige Ecken im Aquarium, sonst verhungern die Schnecken. Sie sind getrennt geschlechtlich, es gibt also Männchen und Weibchen. Äußerlich erkennbare Geschlechtsunterschiede gibt es allerdings nicht. Alle Tylomelania-Arten sind lebendgebärend.

Man pflegt die Tiere bei relativ hohen Temperaturen (26-28°C) und einem pH-Wert zwischen 7.5 und 8.5.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 488945 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Tylomelania: aus dem Altgriechischen „schwielige Melania“. Melania ist eine andere Schneckengattung. Melanoides: aus dem Altgriechischen „ähnlich wie Melania“. Melania ist eine andere Schneckengattung. tuberculata: Latein „mit kleinen Höckern“.

Text & Photos: Frank Schäfer

Etroplus maculatus

23. Oktober 2009

Der Indische Buntbarsch, Etroplus maculatus, ist ein altbekannter Aquarienfisch und seit seiner Ersteinführung nicht wieder aus den Becken der Liebhaber verschwunden. Neuere Untersuchungen deuten zwar an, dass Etroplus nicht so nahe mit den Buntbarschen (Cichlidae), sondern eher mit den Riffbarschen (Pomacentridae) verwandt ist. Für die aquaristische Praxis ist das aber ohne Bedeutung.

Etroplus maculatus kann in reinem Süßwasser oder Brackwasser gepflegt werden. Die Geschlechter unterscheiden sich weder in Farb- noch in Flossenmerkmalen, aber ab dem Eintritt der Geschlechtsreife (Männchen mit etwa 5 cm, Weibchen mit etwa 4 cm Länge) sind die Männchen immer größer als die Weibchen. Die Maximallänge für Männchen liegt bei etwa 9 cm. Sind die Tiere gleichalt, bzw. stammen sie aus dem selben Import, und nimmt man das größte und das kleinste Exemplar, hat man praktisch immer ein Pärchen. Etroplus bilden eine Elternfamilie. Es sind Offenbrüter, die Fische laichen also offen auf Steinen, Holz oder dergleichen ab. Die Eier sitzen auf kleinen Stielchen und bewegen sich daher, wenn sie befächelt werden. Die Brut wird von beiden Eltern geführt. Ähnlich wie beim Diskus ernähren die Eltern ihre Jungen teilweise mit Hautschleim.

Neben der an sich schon schönen Wildform gibt es auch schon lange eine orangefarbene Zuchtform von E. maculatus. Jetzt wurde von den Züchtereien eine neue Zuchtform entwickelt, bei der sich irisierende blaue Linien auf dem Körper finden. Das wirkt so ähnlich wie das Muster auf einer damaszener Klinge. Wir bieten diese neue Zuchtform aktuell unter dem Namen „Gold-Blue“ an.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 4-6

Etroplus maculatus „Gold-Blue“

23. Oktober 2009

Der Indische Buntbarsch, Etroplus maculatus, ist ein altbekannter Aquarienfisch und seit seiner Ersteinführung nicht wieder aus den Becken der Liebhaber verschwunden. Neuere Untersuchungen deuten zwar an, dass Etroplus nicht so nahe mit den Buntbarschen (Cichlidae), sondern eher mit den Riffbarschen (Pomacentridae) verwandt ist. Für die aquaristische Praxis ist das aber ohne Bedeutung.

Etroplus maculatus kann in reinem Süßwasser oder Brackwasser gepflegt werden. Die Geschlechter unterscheiden sich weder in Farb- noch in Flossenmerkmalen, aber ab dem Eintritt der Geschlechtsreife (Männchen mit etwa 5 cm, Weibchen mit etwa 4 cm Länge) sind die Männchen immer größer als die Weibchen. Die Maximallänge für Männchen liegt bei etwa 9 cm. Sind die Tiere gleichalt, bzw. stammen sie aus dem selben Import, und nimmt man das größte und das kleinste Exemplar, hat man praktisch immer ein Pärchen. Etroplus bilden eine Elternfamilie. Es sind Offenbrüter, die Fische laichen also offen auf Steinen, Holz oder dergleichen ab. Die Eier sitzen auf kleinen Stielchen und bewegen sich daher, wenn sie befächelt werden. Die Brut wird von beiden Eltern geführt. Ähnlich wie beim Diskus ernähren die Eltern ihre Jungen teilweise mit Hautschleim.

Neben der an sich schon schönen Wildform gibt es auch schon lange eine orangefarbene Zuchtform von E. maculatus. Jetzt wurde von den Züchtereien eine neue Zuchtform entwickelt, bei der sich irisierende blaue Linien auf dem Körper finden. Das wirkt so ähnlich wie das Muster auf einer damaszener Klinge. Wir bieten diese neue Zuchtform aktuell unter dem Namen „Gold-Blue“ an.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 415822 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Etroplus: aus dem Altgriechischen, bedeutet „mit bewaffnetem Bauch“, was sich auf die kräftigen Afterflossenstacheln bezieht. maculatus: Latein für „gefleckt“.

Text & Photos: Frank Schäfer

Gymnorhamphichthys cf. hypostomus

21. Oktober 2009

Die Sand-Messeraale (Rhamphichthyidae) Südamerikas gehören zu den schwach elektrischen Fischen, die ständig elektrische Impulse aussenden. Sie nutzen diese Impulse zum Auffinden von Beute, zur Orientierung im Raum und zur innerartlichen Kommunikation. Es sind derzeit drei Gattungen mit 14 Arten bekannt.

Die Gattung Gymnorhamphichthys, auch Thermometer-Messeraale genannt, umfasst fünf beschriebene Arten. Es ist nicht viel über die Tiere bekannt, denn sie sind streng nachtaktiv und graben sich tagsüber in feinen Sand ein. Umfassende Naturbeobachtungen sind daher nahezu unmöglich.

Unsere Gymnorhamphichthys haben wir aus Peru erhalten. Nach der Checkliste der Süßwasserfische Südamerikas sind für Peru aber bislang keine Gymnorhamphichthys gemeldet. Das Zeichnungsmuster unserer Tiere erinnert am ehesten an G. hypostomus, allerdings haben sie eine deutlich längere Schnauze. Möglicherweise handelt es sich daher um eine unbeschriebene Art, weshalb wir vorsichtshalber die Artbezeichnung cf. hypostomus gewählt haben.

Untereinander sind diese Messeraale friedfertig. Sie besitzen allerdings auch keinerlei Zähne oder sonstige Möglichkeiten, um einander Schaden zuzufügen. Ihre Ernährung ist einfach, denn sie fressen gerne Rote Mückenlarven, die auch in der Natur ein Nahrungshauptbestandteil sind, wie Mageninhaltsuntersuchungen zeigten. Die Maximalgröße für G. hypostomus wird mit etwas über 20 cm angegeben, unsere Tiere sind 14-18 cm lang.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 254984 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Peru
Verfügbare Größe in cm 14-18

Laetacara araguaiae

19. Oktober 2009

Buckelkopf-Laetacara jetzt wissenschaftlich beschrieben.

Im Hobby kennen wir Laetacara sp. „Buckelkopf“ seit vielen Jahren. Den etwas unfreundlichen Namen trägt die Art, weil sehr alte Männchen einen Buckelkopf entwickeln können. Das geschieht jedoch eher selten. Es handelt sich um einen typischen Zwergbuntbarsch, bei dem die Männchen etwa 8, die Weibchen etwa 6 cm lang werden. Die Tiere sind leicht zu halten und zu züchten, sie sind Offenbrüter mit Elternfamilie.

Nun wurde die Art formell als Laetacara araguaiae beschrieben. Nach dem Autoren F. P. Ortoni und W. J. E. M. Costa stammt sie aus dem Rio Verde im Rio Araguaia-Becken. Aquaristische Quellen geben eine sehr viel weitere Verbreitung an, nämlich die südöstlichen Amazonas-Zuflüsse vom Rio Tapajos bis zur Mündung des Amazonas und den Rio Xingu.

Damit ist nun auch die zweite Laetacara-Art, die im Hobby jahrzehntelang mit Hilfsnamen belegt werden musste, formell beschrieben, nachdem W. Staeck und I. Schindler bereits 2007 den „Orangeflossen“-Laetacara als L. fulvipinnis beschrieben hatten.

Interessanterweise wollten Ortoni und Costa wohl eine weitere Laetacara-Art beschreiben und durch ein Missgeschick blieb der Name in der Publikation an zwei Stellen stehen: Laetacara minutacara (S. 45 und 46). Zur Zeit ist das ein sogenanntes nomen nudum und ohne Gültigkeit, lässt aber erwarten, dass sich in dieser aquaristisch so interessanten Gattung bald noch einiges tun wird.

Die Erstbeschreibungen stehen kostenlos als pdf zur Verfügung unter http://globiz.sachsen.de/snsd/publikationen/vertebrate-zoology/vz57-1/57-1_Staeck_63-71.pdf für L. fulvipinnis und http://globiz.sachsen.de/snsd/publikationen/vertebrate-zoology/vz59-1/05_Vertebrate_Zoology_59-1_Costa_03.pdf für L. araguaiae.

Für unsere Kunden: Laetacara araguaiae hat Code 603001 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Laetacara: aus dem Lateinischen „laetus“ = fröhlich und „Acara“, einem Indianerwort für Buntbarsch; bezieht sich auf die Schnauzenzeichnung, die den Eindruck erweckt, das Tier würde lächeln. araguaiae: aus dem Araguaia stammend. fulvipinnis: mit orangenen Flossen.

Text: Frank Schäfer, Photos: H. J. Mayland, Aqualog Archiv

Pseudorinelepis sp. L95

16. Oktober 2009

Letzte Woche gelang uns der Import einer weiteren Harnischwelskostbarkeit: L 95, eine wissenschaftlich noch unbeschriebene Art, die Pseudorinelepis genibarbis allerdings sehr nahe steht.

Unsere Tiere stammen aus dem Tukutu River im Einzug des oberen Rio Branco. Diese prächtigen Fische werden fast immer in relativ großen Exemplaren importiert, so auch dieses Mal, denn die Jungtiere sind noch ziemlich unscheinbar gefärbt. Die Maximalgröße von L 95 liegt wohl um 40 cm, importiert werden sie ab 15 cm, unsere jetzt importierten Fische messen 20 – 25cm.

Pseudorinelepis können Luft schlucken und dadurch die Schwimmblase ersetzen, die bei Harnischwelsen so verkümmert ist, dass sie den Fischen keinen Auftrieb gibt. Gerne schwimmen Pseudorinelepis auch auf dem Rücken. Das ist ganz normal und kein Grund zur Beunruhigung.

Die Fische sind Allesfresser mit Schwerpunkt auf pflanzlicher Kost.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 26480-L 095-5 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Brasilien / Brazil
Verfügbare Größe in cm 20-25

Pseudacanthicus leopardus

13. Oktober 2009

Die Gattung Pseudacanthicus umfasst derzeit fünf beschriebene Arten, von denen drei als Aquarienfische bekannt sind. Hinzu kommen noch 16 L-Nummern, also Arten, die entweder defintiv wissenschaftlich noch unbeschrieben sind oder deren Identität fraglich ist.

Populär werden Pseudacanthicus auch als Kaktuswelse bezeichnet, denn sie sind äußerst stachelig und große Exemplare fasst man lieber nicht mit bloßen Händen an. Es gibt Pseudacanthicus-Arten, die knapp einen Meter lang werden, andere erreichen nur 25 cm Länge. Grundsätzlich muss man sich beim Kauf der Tiere darauf einstellen, dass sie relativ groß werden. Untereinander sind größere Kaktuswelse ziemlich aggressiv, sie brauchen also auf jeden Fall ein großes und versteckreich eingerichtetes Aquarium. Andererseits ist durchaus auch schon die Zucht einiger Arten gelungen. Es handelt sich um typische Höhlenbrüter. Männchen sind robuster gebaut (vor allem haben sie einen breiteren Kopf) und sind zumindest zur Fortpflanzungszeit stärker bestachelt.

Zu den beliebtesten Kaktuswelsen gehört der schöne L114 aus dem mittleren Rio Negro-Einzug in Brasilien. Dieser Kaktuswels wurde lange Zeit für Pseudacanthicus leopardus gehalten. Tatsächlich kommt P. leopardus aber aus dem Grenzgebiet von Brasilien und Guyana. Dort werden kaum Zierfische gefangen. So sind wir besonders stolz, dass uns der Import einer größeren Zahl des echten P. leopardus in verschiedenen Größen gelungen ist. Die Fische stammen aus dem Takutu River, der zum Einzugsbereich des oberen Rio Branco gehört.

Im Vergleich zu L114 ist P. leopardus deutlich flacher gebaut und leicht anders gefärbt. Am sichersten erkennt man die Art daran, dass die Punkte auf dem Kopf bei etwas größeren Tiere (um 20 cm) sehr klein bis fast verschwunden sind.

Für unsere Kunden: Die Tiere haben Code 26480-LDA 007-3 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Brasilien / Brazil
Verfügbare Größe in cm 6-25

Phractocephalus hemiliopterus

12. Oktober 2009

Bei Aquarium Glaser haben wir nicht nur Fischarten für das häusliche Gesellschaftaquarium, sondern auch ausgefallene Rariäten für wissenschaftliche Institute oder große Schautiere für öffentliche Aquarien und Zoos.

In diese Kategorie gehört auch der riesige Phractocephalus hemiliopterus von über 80 cm Länge, den wir für ein russisches Schauaquarium beschafft haben. Das Tier stammt aus einer privaten Haltung. Bereits der Transport solch großer Tiere stellt eine Herausforderung dar, die mit einem Spezialanhänger gelöst wurde.

Das Umsetzen des kapitalen Exemplares war mit nicht unerheblicher körperlicher Anstrengung verbunden, doch schließlich gelangte das Tier unversehrt in den vorbeiteten, mehrere tausend Liter fassenden Tank, in dem es eine Quarantäne verlebt, bis es auf seine weite Reise in die neue russische Heimat geht.

Lexikon: Phractocephalus: aus dem Altgriechischen „Panzerkopf“. hemiliopterus: aus dem Altgriechischen „mit halbglatter Flosse“.

 

Text & Photos: Frank Schäfer

Nothobranchius foerschi

9. Oktober 2009

Die Prachtgrundkärpflinge (Nothobranchius) gehören zu den buntesten Süßwasserfischen überhaupt, jedenfalls was die Männchen angeht. Die Weibchen sind bei allen Arten mehr oder weniger einfarbig.

Nothobranchius sind die Saisonfische schlechthin. Sie überdauern die vollständige Austrocknung ihrer Wohngewässer in Form von Eiern, die nahezu unbegrenzt lagerfähig sind. Mit N. furzeri halten Nothobranchius den Rekord der kurzlebigsten Fische der Welt: Individuen dieser Art werden binnen drei Monaten geschlechtsreif, pflanzen sich fort und sterben. Daher sind die Fische im Fokus der Wissenschaft: Biologen und Mediziner studieren an ihnen die Vorgänge des Alterns.

Die meisten Prachtgrundkärpflinge leben aber erheblich länger und können im Aquarium durchaus 9 Monate alt werden. Nothobranchius foerschi ist eine sehr schöne Art aus Tansania, die etwa 5 cm lang wird (Weibchen bleiben kleiner). Es versteht sich von selbst, dass Fische mit solch spezialisierter Lebensweise nicht für normale Gesellschaftsaquarien geeignet sind. Das schönste Bild ergibt sich, wenn man mehrere Männchen gemeinsam pflegt. An sich sind die Tiere Einzelgänger und rivalisieren daher ständig miteinander. Männchen und Weibchen setzt man nur zur Zucht zusammen. Die Fische sind Bodenlaicher, die Eientwicklung nach Trockenlegung beträgt bei N. foerschi nur etwa 6-10 Wochen. Dadurch kann man sich ganzjährig an den schönen Tieren erfreuen.

Bedingt durch den sehr starken Stoffwechsel brauchen Nothobranchius kräftiges Lebend- oder Frostfutter, Pflanzen werden nicht beschädigt. Bezüglich der Pflegetemperaturen gehen die Philosophien der Killifischfreunde stark auseinander. In der Natur sind die Tiere oft starken Temperaturschwankungen ausgesetzt, sie vertragen daher Temperaturen zwischen 18 und 30°C problemlos. Allerdings steigt die Krankheitsanfälligkeit im unteren wie im oberen Temperaturspektrum. Tatsache ist, dass die Fische bei relativ niedrigen Temperaturen am längsten leben. Im Prinzip sind die Fische anspruchslos, was die Wasserwerte angeht, doch ist mittelhartes, leicht alkalisches Wasser zu bevorzugen, da die Fische in weichem, sauren Wasser extrem leicht an der Samtkrankheit (Piscinoodinium) erkranken.

Für unsere Kunden: die Art hat Code 331503 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 4-5

Synodontis lucipinna (= dwarf petricola)

7. Oktober 2009

Dieser wunderschöne Fiederbartwels, der mit rund 8-10 cm Länge (ganz alte Tiere mögen in riesigen Aquarien auch einmal 15 cm erreichen) zu den Zwergen in der Gattung Synodontis gehört, wurde im Hobby unter der Bezeichnung „dwarf petricola“ bekannt. Manche Synodontis-Arten des Tanganjikasees (S. lucipinnis kommt dort endemisch vor) betätigen sich bekanntlich als „Kuckucks-Welse“. Sie mischen sich unter ablaichende Buntbarsch-Pärchen, legen ihre Eier gemeinsam mit ihnen ab und lassen sie vom Buntbarsch-Weibchen im Maul ausbrüten. Die jungen Kuckuckswelse fressen dabei auch von den Buntbarscheiern bzw. den frischgeschlüpften Jungtieren.

Anders der „dwarf petricola“. Hierbei handelt es sich um eine ganz normal freilaichende Art, die auch erheblich mehr Eier produziert als ihr Kuckucksvetter. Wir können den „dwarf petricola“, bei dem es sich nach der wissenschaftlichen Überarbeitung der Tanganjikasee-Synodontis durch Wright & Page vermutlich um besagten S. lucipinnis handelt, als deutsche Nachtzucht anbieten.

Es handelt sich um ideale Beifische für ein Aquarium mit Tanganjikabuntbarschen. Man pflege diese Synodontis stets im Trupp (ab fünf Tieren aufwärts), denn sie sind sehr sozial. Einzeln gepflegte Tiere können verhaltensauffällig und durch ihre vergeblichen Versuche der Kontaktaufnahme zu anderen Fischen eine Plage werden: denn gegenseitiges Beißen gehört zur normalen Kommunikation bei Synodontis-Welsen.

Für unsere Kunden: Die Tiere haben Code 185403 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon:
Synodontis: ein alter Name eines unbestimmten Fisches aus dem Nil. petricola: aus dem Altgriechischen, bedeutet „Felsenbewohner“. lucipinnis: aus dem Lateinischen „lucidus“ = klar, hell und „pinna“ = Flosse, bezieht sich auf das helle Fenster an der Basis des dunklen Dreiecks auf jeder Flosse (Ausnahme: Schwanzflosse), das artcharakteristisch ist. endemisch: nur dort und nirgendwo anders vorkommend.

Text & Photos: Frank Schäfer

Betta kuehnei

6. Oktober 2009

Die maulbrütenden Kampffische aus der Verwandtschaft um Betta pugnax sind weit in Thailand, Malaysia und Indonesien verbreitet. Die zuletzt beschriebene Art dieser Gruppe ist Betta kuehnei aus der nördlichsten Provinz Malaysias (Kelantan) und dem südlichsten Teil Thailands.

Die Art wurde von dem reisenden Aquarianer Jens Kühne entdeckt und als „Blaukehlchen-Kampffisch“ in das Hobby eingeführt. Von den anderen Arten der Betta pugnax Gruppe unterscheidet sich B. kuehnei auffällig vor allem durch den ausgedehnten intensiv blau gefärbten Kehlbereich.

Wie die anderen maulbrütenden Kampffische ist auch Betta kuehnei, der rund 8 cm lang wird, untereinander relativ friedlich. Man kann also mehrere Paare gemeinsam pflegen, sollte aber für Versteckmöglichkeiten sorgen. Die Weibchen unterscheiden sich von den Männchen durch die Kopfform.

Zur Zucht braucht man weiches und saures Wasser, zur einfachen Pflege wird aber nahezu jedes Wasser akzeptiert. Die Fortpflanzung erfolgt wie bei den anderen Vertretern der Gruppe, d. h. die Eier werden ca. 10 Tage vom Männchen im Maul erbrütet.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 6-8

Telmatochromis temporalis

1. Oktober 2009

Schneckenbuntbarsche sind eine Spezialität des Tanganjikasees. Es gibt zwar auch an anderen Orten Fische, die leere Schneckenhäuser als Versteck- oder Brutmöglichkeit nutzen, doch nirgendwo als im Tanganjikasee haben sich ganze Artengruppen hochspezialisiert an das Brüten in leeren Schneckenhäusern angepasst.

Es gibt im Tanganjikasee regelrechte Beete mit leeren Schneckenhäusern. Während vereinzelt herumliegende Schneckenhäuser vor allem von hochspezialisierten Schneckenhauscichliden (man denke an Lamprologus ocellatus und Co.) besiedelt werden, sind die Massenansammlungen offenbar auch für solche Arten attraktiv, die sonst in ganz normalen Höhlen ablaichen.

Telmatochromis temporalis ist ein seeweit verbreiteter, mittelgroßer (10 – 12 cm) Buntbarsch. Er ist heutzutage im Hobby nicht sehr verbreitet, da er wenig attraktive Farben mit einem etwas robusten Verhalten kombiniert. Er ist ein typischer Höhlenbrüter mit Elternfamilie. Allerdings hat die Art im Bereich von Schneckenhausbeeten eine Zwergform herausgebildet, die nur um die 5-6 cm lang wird. Wissenschaftlich wird diese Zwergform noch als artgleich mit T. temporalis gesehen, im Hobby hat sie darum die Zusatzbezeichnung „Shell“ bekommen.

Im Gegensatz zu der Normalform ist der Zwerg ein begehrenswerter Buntbarsch, der mit seiner für einen Schneckenbuntbarsch ungewöhnlichen Form eine schöne Abwechslung in jedes Tanganjikabecken bringt.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 5-6

Cynotilapia axelrodi

30. September 2009

Gerade haben wir wunderschöne C. axelrodi von einem Züchter erhalten. Die Tiere sind schon voll durchgefärbt und etwa 4-6 cm lang. Die Maximallänge liegt bei etwa 9 cm.

Cynotilapia sind typische Mbuna, die sich sich von den nahe verwandten Maylandia (Zebras) durch den Gebissaufbau unterscheiden. In der Pflege sind sie identisch, d.h. sie brauchen ballaststoffreiches Futter und einen hohen pH-Wert (über 7,5), um gesund zu bleiben und sich wohl zu fühlen. Da sie, wie alle Mbuna, sehr territorial sind, muss man mehrere Tiere gemeinsam pflegen, paarweise Pflege  endet normalerweise  mit dem gewaltsamen Tod des unterlegenenn Individuums. Auch andere Arten eignen sich gut zur Vergesellschaftung und zum Abbau der Aggressivität.

Im Malawisee kommt C. axelrodi nur sehr lokal vor (Nkhata Bay und Chirombo Point).

Text & Photos: Frank Schäfer

Lexikon: Cynotilapia: bedeutet „Hunde-Tilapia“, was sich auf die Gebissstruktur bezieht. axelrodi: zu Ehren von Herbert Axelrod. Maylandia: zu Ehren von Hans J. Mayland.

Hoplosternum punctatum

29. September 2009

Aus der Gattung Hoplosternum kennt man gewöhnlich recht großwüchsige Schwielenwelse, die 15 – 20 cm lang werden können. Wenig bekannt ist, dass es auch klein bleibende Arten gibt, wie H. punctatum. Diese Art wird nur rund 7 cm lang. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt in Panama und in den in den Pazifik entwässernden Küstenflüssen Kolumbiens. Von dort kommen gewöhnlich keine Zierfischexporte. Die im Handel erhältlichen H. punctatum sind daher immer Nachzuchten. Leider bieten die Züchter die Fische fast immer unter dem Namen Dianema longibarbis an, doch das ist eine ganz andere Art, die aus Amazonien stammt.

Hoplosternum punctatum ist eine tagsüber recht aktive Art, die gesellig lebt und sich viel im freien Wasser aufhält. Männchen und Weibchen unterscheiden sich durch die Brustflossenstachel, die beim Männchen viel länger und dicker als beim Weibchen sind. Von unten gesehen erkennt man, dass sich beim Männchen zwei Knochenplatten des Außenskelets, die an die Brustflossen anschließen, in der Körpermitte berühren, während die selben Platten beim Weibchen viel kleiner sind und in der Mitte einen breiten, ungeschützten Spalt lassen.

Schwielenwelse sind als Schaumnestbauer bekannt, bei denen die Männchen die Nester aggressiv bewachen. Details zum Brutpflegeverhalten von H. punctatum sind leider bislang nicht veröffentlicht und daher unbekannt.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 6-7

Corydoras aus dem Rio Jamanxim – C. bifasciatus?

25. September 2009

Aus dem Rio Jamanxim im brasilianischen Bundestaat Pará erhielten wir nun zum zweiten Mal bildschöne Panzerwelse der Gattung Corydoras. Der Rio Jamanxim ist ein Nebenfluss des Rio Tapajós. Während die erste Sendung aus Corydoras der Langschnäuzer-Gruppe bestand, erhielten wir nun den dazugehörigen Rundschnäuzer.

Die Panzerwelse erinnern in ihrer Zeichnung – zwei schwarze Längsbänder auf elfenbeinfarbenem Grund, eine schwarze Augenbinde und ein goldener Sattelfleck vor dem Ansatz der Rückenflosse – an Corydoras ornatus, C. parallelus, C. pulcher und C. schwartzi, sowie die C-Nummern C133 und C141. Von C. ornatus, C. pulcher, C. schwartzi und C141 unterscheiden sich die Neuen sofort durch die zeichnungslose Schwanzflosse, C. parallelus hat einen tiefschwarzen Keil unterhalb der Rückenflosse, der den Jamanxim-Fischen fehlt.

Corydoras bifasciatus wurde lebend bislang nicht bekannt. Er wurde aus dem oberen Tapajós-Gebiet beschrieben, geografisch passt also die Zuordnung zu unseren Neuimporten. Es handelt sich bei C. bifasciatus um einen Langschnäuzer mit zeichnungsloser Schwanzflosse, das passt alles sehr gut zu unseren Fischen der ersten Sendung. Die jetzt eingetroffenen Rundschnäuzer gehören wohl einer unbeschrieben Art an und haben die C-Nummer C133 erhalten.

Text & Photos: Frank Schäfer

Lexikon: bifasciatus: bedeutet „mit zwei Streifen“; ornatus: bedeutet „geschmückt“; Paralleus: bezieht sich auf die zwei parallel laufenden, schwarzen Flankenstreifen; pulcher: bedeutet „schön“; schwartzi: zu Ehren des Exporteurs Willy Schwartz.

Umbra pygmaea

24. September 2009

Umbra pygmaea Umbra pygmaea Umbra pygmaea

Die Hundsfische (Umbra) sind Eiszeitrelikte, die heutzutage nur in Resten ihres ursprünglichen Areals zu finden sind. Drei Arten haben in die Jetztzeit überdauert, zwei in Nordamerika und eine in Europa. Die europäische Art (Umbra krameri) ist wegen Lebensraumzerstörung vom Aussterben bedroht.

Hundsfische sind an extreme Lebensräume angepasst: moorige Gewässer mit stark schwankendem Sauerstoffgehalt, krassen Temperaturschwankungen und niedrigem pH-Wert. Früher waren sie deshalb beliebte Aquarienfische. Heute gehören sie wegen ihrer unscheinbaren Färbung zu den absoluten Raritäten.

Auch wenn man es ihnen nicht ansieht: Hundsfische sind relativ enge Verwandte der Hechte (Esox)! Sie bleiben allerdings viel kleiner: länger als 10 cm werden sie kaum, meist bleiben sie deutlich kleiner. Hundsfische verfügen über eine Schwimmblasenatmung und können ihren gesamten Sauerstoffbedarf über Luft decken.

Wir haben jetzt wieder einmal Umbra pygmaea als Nachzuchten erhalten. Die Art stammt ursprünglich aus Nordamerika, ist aber auch in weiten Teilen Europas durch Aussetzung heimisch geworden. Da U. pygmaea sehr ähnlich zu der vom Aussterben bedrohten U. krameri ist, gehen wohl viele Meldungen über Funde des Europäischen Hundsfisches auf U. pygmaea zurück. Auch wenn Umbra pygmaea bereits vor 1913 in Deutschland heimisch gemacht wurde, sollte man unbedingt beachten, dass das Aussetzen von Tieren sehr zu Recht eine strafbare Handlung ist, ganz egal, ob es sich um fremdländische oder einheimische Arten handelt.

Im Aquarium und Gartenteich sind Hundsfische absolut anspruchslos und leicht zu halten. Man biete ihnen nach Möglichkeit torfiges Wasser. Eine Heizung ist nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich. Hundfische sind also unbedingt Fische für Energiesparer. Gefressen wird jegliches Frost- und Lebendfutter passender Größe. Untereinander können sie etwas zänkisch sein, darum sorge man für reichlich Versteckmöglichkeiten.

Die Weibchen werden größer als die Männchen. Hundsfische betreiben Brutpflege. Die Weibchen bauen Nester am Boden zwischen dichten Pflanzenbeständen und bewachen aggressiv Laich und Larven. Zur Zucht ist eine kalte Überwinterung (4-8°C, weniger als 8 Stunden Beleuchtung pro Tag) notwendig, gelaicht wird ab 13°C und bei länger werdenden Beleuchtungsphasen.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 3-4

Poeciliopsis prolifica – der Sonnenkärpfling

22. September 2009

Aus dem Nordwesten Mexikos kommt dieser winzige Lebendgebärende Zahnkarpfen, dessen Männchen maximal 2 cm, die Weibchen 3,5 cm lang werden. Auf den ersten Blick wirkt das Tierchen zwar etwas unscheinbar, doch wer sich den Fisch ins Aquarium holt, wird es nicht bereuen. Ununterbrochen sind die Männchen um die Weibchen bemüht oder fechten untereinander ihre harmlosen Rangeleien aus. Dabei nehmen sie eine charakteristische Kopf-nach-unten Stellung ein und stellen das Gonopodium in einem Winkel von 90° vom Körper ab.

Dieser winzige Fisch eignet sich hervorragend für Nano-Aquarien. Bezüglich des Wassers ist er völlig anspruchslos, in der Natur wird der Sonnenkärpfling sogar in Brackwasser gefunden. Man kann die friedliche Art vergesellschaften, doch ist es besser, sie in Artenbecken zu pflegen, denn so kleine Fische sind nicht sehr konkurrenzstark.

Interessant ist, dass die Jungtiere nicht auf einmal geboren werden, sondern im Abstand von mehreren Tagen. Daher hat die Art auch ihren Namen erhalten, denn es hat den Anschein, als könne sie täglich werfen.
Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 2 - 3.5

Xenotoca variata – Goldkärpfling

21. September 2009

Nur wenige Arten der Hochlandkärpflinge (Goodeidae) haben sich als Aquarienfische etablieren können, obwohl sie sich im Prinzip hervorragend für die Pflege und Zucht im Aquarium eignen. Etliche Arten kommen in der Natur nur in winzigen Verbreitungsgebieten vor und sind dort durch Umweltzerstörung vom Aussterben bedroht. Die Erhaltungszucht im Aquarium hat schon einige Arten vor dem endgültigen Erlöschen bewahren können, doch müssten, um solche Erfolge abzusichern, möglichst viele Menschen diese Tiere halten.

Xenotoca variata ist in der Natur nicht bedroht, aber einer der schönsten Hochlandkärpflinge. Leider wird auch er nur selten angeboten, was in diesem Falle wohl damit zusammenhängt, dass die Männchen erst recht spät ihre volle Farbenpracht entwickeln, ein Phänomen, was man ja auch von vielen Regenbogenfischen her kennt.

Im Aquarium pflegt man diese Fische am besten in einer Gruppe, in der sich dann eine feste Rangordnung bildet, was spannende Verhaltensstudien erlaubt. Wichtig ist für diese Hochlandkärpflinge eine ausreichende Zufütterung pflanzlichen Futters. Die lebendgebärenden Fische stellen ihren Jungen leider sehr stark nach, weshalb man trächtige Weibchen einige Tage vor dem erwarteten Geburtstermin in ein separates Wurfaquarium setzen sollte.

In der Natur sind die Fische relativ starken Temperaturschwankungen ausgesetzt. Im Aquarium bekommt es ihnen sehr gut, wenn man die Heizung an die Zeitschaltuhr für das Licht koppelt, so dass es im Tag-Nacht-Rhythmus zu leichten Temperturdifferenzen kommt. Die Fische danken das mit Langlebigkeit und robuster Gesundheit. Etwas härteres, leicht alkalisches Wasser wird bevorzugt, doch sind die Fische anpassungsfähig. Die Temperaturtoleranz liegt zwischen 16 und etwas über 30°C, im Sommer kann man die Tiere sehr gut im Gartenteich halten, aus dem man im Herbst dann besonders prächtige Tiere erhält.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 4-6

Ein neuer L-Wels!

18. September 2009

Vergangene Woche gelang uns der erstmalige Import eines neuen Gelbsaum-Antennenwelses der Gattung Baryancistrus. Die Tiere stammen aus Sao Felix am Rio Xingu. Sie unterscheiden sich von allen anderen Arten dieser Gruppe (L18, L47, L81, L85, L177) durch die nahezu schwarze Grundfärbung ohne größere Punkte.

Nur eines von unseren 20 Exemplaren – das kleinste Tier – zeigt winzige weiße Tüpfel. Unsere Tiere sind etwa 8-10 cm lang, es ist zu erwarten, dass sie wie die anderen Baryancistrus aus dem Xingu bis auf 25-30 cm Länge heranwachsen.

Lexikon: Baryancistrus: bedeutet „kräftiger Ancistrus“, was sich auf den Körperbau bezieht.

Text & Photos: Frank Schäfer

Ein neuer Panchax aus Manipur

17. September 2009

Nach dem spektakulären Import des neuen Fadenfisches aus Manipur (http://www.aquarium-glaser.de/de/colisa-cf-fasciata-_de_1115.html) gelang uns jetzt auch die Einfuhr eines bildhübschen Hechtlings aus diesem nordindischen Bundesstaat. Zur Zeit wird wissenschaftlich nur die Art Aplocheilus panchax in diesem Formenkreis anerkannt, der von China über große Teile Indiens, Burmas und Indochinas (Thailand, Vietnam, Kambodscha, Laos) sowie Indonesiens verbreitet ist. Selbstverständlich sehen die Tiere überall unterschiedlich aus und es ist sehr wahrscheinlich, dass in Wirklichkeit mehrere Arten hinter dem Namen A. panchax stecken. Auch der Manipur-Panchax repräsentiert wohl eine neue Art. Er unterscheidet sich von typischen A. panchax durch die vielen roten Tüpfel auf dem Körper, die intensiv orangefarbenen Flossen und ein dunkles Längsband, das bei Beunruhigung sichtbar wird.

Aplocheilus panchax wurde ursprünglich aus Bengalen beschrieben. Auch von dort haben wir regelmäßig Importe im Angebot. Diese Fische zeichnen sich durch einen Polychromatismus aus, es gibt innerhalb der gleichen Population orangeflossige und weißflossige Männchen. Weibchen sehen alle gleich aus. Rote Tüpfel auf dem Körper fehlen aber. Männchen und Weibchen unterscheidet man leicht an der Form der Afterflosse, die beim Weibchen abgerundet und kürzer als beim Männchen ist. Die Zucht ist leicht, es sind Eierleger.

Aplocheilus panchax ist ein idealer Fisch für das Gesellschaftaquarium, wo er oberflächennahe Regionen bewohnt. Mitbewohner sollten nicht zu klein sein, sonst werden sie gefressen. Ansonsten nimmt A. panchax jedes übliche Fischfutter, auch Flockenfutter, gerne an. Die neuen Panchax aus Manipur sollte man nicht dauerhaft zu warm halten, es sind Bergfische und im natürlichen Lebensraum kann die Temperatur leicht auf 15°C absinken. Andererseits steigt die Wassertemperatur in den seichten Tümpeln, die der Panchax gerne besiedelt, an sonnigen Tagen auch schnell auf 30°C und mehr an.

Text und Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Indien / India
Verfügbare Größe in cm 5-7

Geophagus winemilleri

16. September 2009

Obwohl das Verbreitungsgebiet hauptsächlich im südlichen Venezuela liegt, wird Geophagus winemilleri hauptsächlich via Brasilien importiert, da diese Art auch im Rio Negro zu Hause ist. Dabei kommt es immer wieder zu Verwechslungen mit G. proximus, oder noch mit mindestens einer weiteren bisher unbeschriebenen, bzw. noch nicht eindeutig zugeordneten Spezies. Charakteristisch für G. winemilleri ist der dunkle Kiemendeckelfleck, die rötlichen Flossen, sowie vier dunkle senkrechte Balken auf den Flanken.
Die Schwanzflosse kann bei G. winemilleri nach der Erstbeschreibung (populationsabhängig?) sowohl geflammt, als auch grob getüpfelt sein.
G. winemilleri ist ein biparentaler, larvophiler Maulbrüter, der recht einfach in der Pflege ist und auch keine unerfüllbaren Ansprüche zur Nachzucht stellt.

Text & Photo: Thomas Weidner

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / Bred
Verfügbare Größe in cm 6-8

Chela laubuca

14. September 2009

Chela laubuca Chela laubuca

Einen wunderbaren Oberflächenfisch für Asien-Aquarien haben wir zur Zeit aus Indien im Angebot: Chela laubuca. Die absolut friedlichen Schwarmfische erreichen eine Länge von etwa 6 (selten bis 8) cm. In der Pflege und Zucht sind sie mit dem Zebrabärbling (Danio rerio) vergleichbar, der auch im gleichen Lebensraum wie Chela laubuca vorkommt.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Indien / India
Verfügbare Größe in cm 6-8

Phenacogrammus interruptus „Albino“

9. September 2009

Aus Indonesien erhalten wir zur Zeit wunderschöne Nachzuchten der Albinozuchtform des Blauen Kongosalmlers. Wie alle echten Albinos haben die Fische rote Augen, weil ihnen das schwarze Körperfarbpigment Melanin genetisch bedingt fehlt. Während jedoch der Körper von Albinos vieler anderer Arten aus dem gleichen Grund einfarbig weiß, gelblich oder fleischfarben erscheint, bleiben beim Blauen Kongosalmler die Schillerfarben des Körpers auch beim Albino erhalten. Dadurch wirken diese Tiere so außergewöhnlich schön.

Lexikon: Phenacogrammus: aus dem Altgriechischen „mit betrügerischer Linie“, was sich darauf bezieht, dass die Form der Seitenlinie nicht als Abgrenzungsmerkmal gegen andere Gattungen verwendbar ist. interruptus: Latein für „unterbrochen“, bezieht sich auf die Seitenlinie.

 

Text & Photos: Frank Schäfer

Geophagus sp. „Rio Sao Francisco“

8. September 2009

Dieser Perlmutt-Erdfresser aus dem Rio São Francisco wird etwa 25 cm lang und sollte daher in relativ großen Aquarien ab mindestens 400 l gepflegt werden. Für einen Perlmutt-Erdfresser sind sie in entsprechend großen Aquarien sehr friedlich. Selbst während der Brutpflegephase können sich die mit ihnen vergesellschaften Fische noch frei im Aquarium bewegen. Zu Beißereien kommt es nicht. Innerartlich ist auf Dauer wohl nur die Pflege eines Pärchens in einem Aquarium möglich, es sei denn das Aquarium ist sehr groß.
Wie alle anderen Perlmutt-Erdfresser ist auch diese Art einfach in der Pflege und durchaus bereits in etwas härterem Wasser zur Nachzucht zu bewegen.

Text & Photo: Thomas Weidner

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 5-7

Takifugu ocellatus

7. September 2009

Nach langen Jahren ist uns wieder einmal der Import dieser wunderschönen Kugelfisch-Art gelungen. Für mehr Informationen siehe bitte http://www.aquariumglaser.de/de/archiv.php?news_id=206

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 456363 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft China

Takifugu ocellatus

7. September 2009

Takifugu ocellatus

Aus China konnten wir wieder einmal einen der schönsten Süßwasserkugelfische importieren: Takifugu ocellatus. Dieser Fisch führt uns deutlich vor Augen, dass die Begriffe „Süßwasserfisch“ und „Meerwasserfisch“ durchaus auf ein und die selbe Art angewendet werden können. Denn seine Jugend verbringt T. ocellatus in reinem Süßwasser und wandert später, genau wie der Lachs, in das Meer ab. Im Meer wächst er zum geschlechtreifen Tier heran. Wo und wie genau die Fische ablaichen ist unbekannt. Mit etwa 15 cm Gesamtlänge bleibt die Art für Takifugu-Verhältnisse recht klein. Untereinander sind die Tiere ausgesprochen aggressiv, wenn sie sich erst einmal eingewöhnt haben. Gegen andere Fischarten, die nicht als Futter in Frage kommen, sind sie hingegen nach bisherigen Erfahrungen als friedlich einzustufen.

Takifugu ocellatus

Als Futter brauchen sie kräftige, fleischliche Nahrung, also Frost- und Lebendfutter. Muscheln und Schnecken werden sehr gerne genommen, aber auch Garnelen, kleine Futterfische, Regenwürmer etc..

Der Bodengrund sollte aus feinem Sand bestehen, denn darin graben sich diese Kugelfische gerne ein. Der Versuch, Jungtiere von 6-8 cm Länge auf Meerwasser umzugewöhnen schlug immer fehl, man sollte das also unterlassen.

Lexikon: Takifugu: aus zwei japanischen Worten zusamengesetzt, Taki „Wasserfall“ und Fugu, der Bezeichnung für den bei falscher Zubereitung tödlich giftigen Kugelfisch; mehrdeutig, kann z.B. heißen, dass der Fisch in Flüssigkeit zubereitet werden muss. ocellatus: Latein für „mit Augenfleck“.

 

Text & Photos: Frank Schäfer

Badis „Piebald“

2. September 2009

Zwischen den kommerziell gezüchteten Badis badis finden sich immer wieder Exemplare mit völlig abweichender Zeichnung. Schaut man die Tiere genauer an, so fällt neben der bei jedem Tier unterschiedlichen Schwarzzeichnung auch noch die besonders intensive Rotfärbung des Körpers auf. Ohne Zweifel handelt es sich bei diesen Tieren um Hybriden.

Bis vor wenigen Jahren war die Artenvielfalt bei Badis noch völlig unbekannt und man unterschied lediglich eine Art mit drei oder vier „Unterarten“. Manche Züchter kaufen gerne Wildfänge zur Blutauffrischung ihrer alten Stämme. Nötig ist das eigentlich nicht, bei der großen Nachkommenschaft von Fischen kann man durch sorgfältige Zuchtauswahl Inzuchtschäden gut vermeiden. Das Beispiel dieser Piebald-Hybriden zeigt aber sehr deutlich auf, wie gefährlich es ist, Tiere unbekannter Herkunft miteinander zu kreuzen. Im Aquarium sind diese Hybriden hübsche Tiere und genau wie andere Badis zu pflegen. Trockenfutter lehnen sie ab, Frostfutter wird aber problemlos akzeptiert. Die Fische sind sehr balzaktiv und fechten gerne (harmlose) Revierkämpfe untereinander aus. Ob man mit diesen Fischen züchten kann, ist unbekannt.

Lexikon: Badis: nach der bengalischen Bezeichnung für die Art Badis badis.

Text & Photos: Frank Schäfer

Bujurquina oenolaemus

31. August 2009

Bujurquina oenolaemus: Bereits 1987 wurde diese äußerst hübsche, aus Bolivien stammende Bujurquina-Art von Kullander beschrieben. Es dauerte aber fast 20 Jahre bis die ersten Exemplare dieser Art lebend durch reisende Aquarianer nach Österreich, der Schweiz und Deutschland eingeführt wurden. Kurz danach gelang bereits auch die Nachzucht dieser biparentalen, larvophilen Maulbrüter, so dass sie weiter verbreitet werden konnten.
Die Haltung dieser nur etwa 10 – 12 cm groß werdenden Juwelen ist bereits in relativ kleinen Aquarien ab 100 L möglich. In größeren Aquarien kann man auch mehrere Paare gleichzeitig halten und dabei die interessanten Verhaltensweisen innerhalb einer Gruppe beobachten.

Text & Photo: Thomas Weidner

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 4-6

Astronotus sp. „Bahia Red“

27. August 2009

Leider konnte man den Fundort dieser Astronotus-Art nachträglich nicht mehr herausfinden. Und somit muss ungeklärt bleiben, ob diese Art tatsächlich im Bundesstaat Bahia gefunden wurde, schließlich sind bisher dort keine Funde offiziell gemeldet worden. Andererseits wurden sicherlich einige Astronotus-Arten umgesiedelt, um als Eiweißlieferanten an anderen Orten zu dienen.
Unabhängig davon handelt es sich sicher um eine schöne Wildform mit einem hohen Rotanteil in der unteren Körperhälfte. Wie alle anderen Oscars ist auch diese Art einfach in der Pflege, sofern das Aquarium für mindestens 30 cm werdende Riesen ausreichend dimensioniert und entsprechend gestaltet ist. Sofern die anderen Beckeninsassen nicht ins Nahrungsspektrum passen, besteht für sie keine Gefahr und auch während der Fortpflanzungsphase ist diese Astronotus-Art noch relativ friedlich.

Text & Photo: Thomas Weidner

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / Bred
Verfügbare Größe in cm 5-7

Trachycorystes trachycorystes

26. August 2009

Bereits 1840 wurde dieser bizarre, rund 45 cm lang werdende Trugdornwels beschrieben, denn die Art ist im gesamten Amazonasbecken weit verbreitet. Dennoch wird die Art nur selten und zu relativ hohen Preisen importiert. Unter Raubwelsfans sind die urigen Gesellen heiß begehrt.

Uns gelang jetzt wieder einmal der Import von sechs Exemplaren aus Peru. Sie sind mit etwa 15-20 cm Länge noch halbstark. Obwohl T. trachycorystes dafür bekannt ist, sowohl untereinander als auch gegen artfremde Fische ziemlich aggressiv zu sein, kuscheln alle sechs Exemplare in der gleichen PVC-Röhre. Die Sucht, sich zu verstecken, ist offensichtlich wesentlich stärker als die Abneigung gegen Artgenossen.

Die Pflege dieser Welse ist leicht. Alles, was an fleischlicher Kost ins Maul passt, wird gefressen. Bei einer eventuellen Vergesellschaftung muss man beachten, dass das gewaltige Brocken sein können. Also Vorsicht, sonst enden Beifische als Futterfische!

Lexikon: Trachycorystes: aus dem Altgriechischen trachys für „rauh“ und korystes für „Helmträger“.

Text & Photos: Frank Schäfer

Pseudepiplatys annulatus

25. August 2009

Zur Zeit können wir wunderschöne südostasiatische Nachzuchten dieses Zwerghechtlings anbieten. Ursprünglich stammt der Ringelhechtling aus Westafrika. Die Maximallänge des Männchens liegt bei etwa 3 cm, das Weibchen bleibt kleiner. Die gegen andere Arten vollkommen friedlichen Fische eignen sich ideal für so genannte Nano-Aquarien. Die Männchen zanken gerne untereinander, daher sollte das Aquarium gut bepflanzt sein. Gefressen wird jegliches feine Trocken-, Frost- und Lebendfutter.

Am wohlsten fühlen sich die Tiere in relativ dunklen Aquarien, wichtig ist vor allem Laub, Torf etc. als Auflage beim Bodengrund. In hellen Aquarien mit hellem Bodengrund sind Ringelhechtlinge scheu und schreckhaft. Nicht zu hartes (bis etwa 15° dGH), schwach saures (pH 6,2-6,5) Wasser ist ideal, doch sind diese Zwerge erstaunlich robust und nehmen auch mit weniger günstigen Wasserwerten vorlieb. Wichtig ist allerdings, dass das Wasser bakteriell nur schwach belastet ist. Die Temperatur kann zwischen 18 und 24°C liegen.

Text & Photos: Frank Schäfer

Lexikon: Pseudepiplatys: aus dem Altgriechischen, bedeutet „Falscher Epiplatys“. annulatus: Latein für „geringelt“.

Betta siamorientalis

24. August 2009

(früher: Betta cf. imbellis „Vietnam Black“).

Seit einiger Zeit erhalten wir aus Vietnam einen sehr hübschen Wild-Kampffisch, dessen Bestimmung sich als außerordentlich schwierig erwies. Wissenschaftlich sind derzeit vier Arten aus diesem Komplex bekannt: Betta imbellis, B. smaragdina, B. splendens und B. stiktos. Im Hobby kennt man zusätzlich B. sp. „Mahachai“, eine Betta smaragdina außerordentlich ähnliche Art.

Betta splendens gehört zu den rätselhaftesten Fischarten, denn die Erstbeschreibung erfolgte bereits 1910 anhand von Zuchtformen. Das ist so, als hätte man die Spezies Wolf anhand von Yorkshireterriern beschrieben und würde nun versuchen, aufgrund der Erstbeschreibung den ursprünglichen Wolf zu rekonstruieren. Es weiß also niemand, was Betta splendens eigentlich ist und besonders die Abgrenzung gegen Betta imbellis ist äußerst problematisch, zumal es unzählige Standortvarianten gibt. Pragmatisch geht man so vor, dass man Wildkampffische bei denen die Männchen einen roten Doppelstreifen auf dem Kiemendeckel entwickeln, als Betta splendens bezeichnet und solche mit Glanzpunkten auf den Kiemendeckeln als B. imbellis.

Unsere Vietnam-Fische wurden daher zunächst als Betta imbellis bezeichnet. Als später die Erstbeschreibung von B. stiktos erfolgte, stellten wir fest, dass die arttypischen „stiktos-Punkte“ auch bei unserem Fisch vorhanden sind. Man kann Betta-Arten anhand von konserviertem Material fast nicht auseinanderhalten und Betta stiktos war zunächst nur konserviert bekannt. Kurz und gut, wie tauften unseren Fisch zu Betta cf. stiktos um. Dann reisten Aquarianer an den Typusfundort von Betta stiktos und fingen den Fisch. Nun wussten wir also, wie er aussieht: Betta stiktos gleicht weitgehend B. smaragdina und hat mit unserem Vietnamesen nichts zu tun.

Von den meisten Varianten von Betta imbellis unterscheidet sich unsere Vietnam-Form durch das weitgehende Fehlen grüner oder blauer Glanzpunkte auf dem Körper. Dadurch erscheinen balzende Tiere tiefschwarz. Wir nennen sie jetzt wieder Betta cf. imbellis, um klar zu machen, dass sie sich von den häufig importierten malaiischen B. imbellis deutlich unterscheiden.

Wie auch immer einmal der korrekte Name für die Tiere lauten wird: es sind wunderschöne Fische, die sich ideal für die Pflege und Zucht im Aquarium eignen. Wie bei Betta imbellis und B. smaragdina kann man problemlos mehrere Männchen gemeinsam halten. Es sind Schaumnestbauer, die sich für jedes gut bepflanzte Gesellschaftaquarium mit friedlichen Fischen eignen.

Nachtrag: die Art wurde 2013 als Betta siamorientalis wissenschaftlich beschrieben.

Für unserer Kunden: Die Tiere haben Code 391023 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Vietnam
Verfügbare Größe in cm 3-4

Tolle Nachzuchten von Großcichliden eingetroffen!

20. August 2009

Einige der Großbuntbarsche Südamerikas gehören zu den schönsten Süßwasserfischen überhaupt. Vier Arten sind jetzt gerade in Form hervorragender deutscher Nachzuchten bei uns eingetroffen:

Geophagus winemilleri, ein wundervoller Erdfresser aus Venezuela, aus der Verwandtschaftsgruppe um G. surinamensis, Code 682601

Bujurquina oenolaemus ein prächtiger, maulbrütender Bolivianer aus der weitläufigen Aequidens-Verwandtschaft, Code 634551

Geophagus sp. Rio Sao Francisco, ein offenbrütender Buntbarsch aus der Sippschaft um G. brasiliensis mit viel Rot in der Farbe, Code 682131

Astronotus ocellatus „Bahia“, eine herrliche Wildform des Oskars, bei der erwachsene Tiere tiefrote Zeichnung im Bauch aufweisen, Code 633281

Mehr Details zu den Tieren demnächst im Fischarchiv. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text: Frank Schäfer, Photos: Thomas Weidner

Apstogramma viejita GOLD

18. August 2009

Erstmals können wir diesen wunderschönen und beliebten Zwergbuntbarsch auch in einer Gold-Variante anbieten. Es handelt sich dabei um eine in der Natur nicht vorkommende Zuchtform, bei der der Kontrast zwischen der gelben Grundfärbung und den roten Zeichnungselementen besonders attraktiv wirkt.

Die Pflege sollte bei etwas höheren Temperaturen erfolgen, denn A. viejita stammt aus Kolumbien. Wie bei anderen Zwergbuntbarschen der Region sind Temperaturen zwischen 26 und 28°C ideal. Das Wasser soll sauber, weich und leicht sauer sein.

Lexikon: Apistogramma: aus dem Griechischen, bedeutet „mit unzuverlässiger Linie“. Es ist nicht klar, ob damit die Seitenlinie oder das bei vielen Arten vorhandene Längsband gemeint ist. viejita: Verkleinerungsform des spanischen Wortes Vieja (= altes Weib), einer Bezeichnung für brutpflegende Buntbarsche in spanisch sprechenden Regionen Lateinamerikas.

 

Text & Photos: Frank Schäfer

Giradinus falcatus

14. August 2009

Wenn man „Leuchtaugenfische“ hört, denkt man normalerweise an afrikanische Killifische der Gattung Aplocheilichthys. Es gibt aber auch Leuchtaugenfische unter den Lebendgebärenden Zahnkarpfen. Einer von ihnen ist Girardinus falcatus.

Die leuchtenden Augen der Tiere dienen, genau wie bei ihren afrikanischen Vettern, dem Schwarmzusammenhalt. Denn Girardinus sind ausgesprochene Schwarmfische. Die bei ihren bunten Verwandten (Guppy, Platy, Schwertträger…) typischen Rangordnungskämpfe sucht man bei Girardinus vergeblich.

Am besten pflegt man diese Fische in relativ dunklen Aquarien, wo ihr leuchtendes Auge perfekt zur Geltung kommt. Es sind sehr friedliche, aber auch etwas empfindliche Fische, die niemals mit ruppigen oder streitsüchtigen Fischen gemeinsam gepflegt werden dürfen.

Das Weibchen von G. falcatus kann bis zu 50 Junge zur Welt bringen. Die Erwachsenen stellen den Jungen nur wenig nach. Trotzdem ist es besser, sie bis zu einer Größe von ca. 1 cm separat aufzuziehen. Danach kann man sie in den Schwarm integrieren. Es sieht faszinierend aus, wenn man in einem entsprechend eingerichteten Aquarium leuchtende Punkte verschiedener Größe umhergeistern sieht!

Lexikon: Giradinus: zu Ehren des amerikanischen Zoologen C. F. Girard. Falcatus: Latein, bedeutet „sichelförmig“ oder „gekrümmt“.

Text & Photos: Frank Schäfer

Orthospinus franciscensis

12. August 2009

Erstmals konnten wir jetzt in kleinen Stückzahlen den Salmler Orthospinus franciscensis importieren, der endemisch im Rio Sao Francisco in Brasilien vorkommt. In der Pflege und vermutlich auch in der Zucht bestehen keine Unterschiede zu dem bekannten Diskussalmler (Brachychalcinus orbicularis) (http://www.aquarium-glaser.de/de/brachychalcinus-orbicularis_de_1116.html), allerdings bleibt die Art mit etwa 8 cm Maximallänge deutlich kleiner.

Lexikon: Orthospinus: bedeutet „emporstehender Stachel“ und bezieht sich auf einen vor der Rückenflosse befindlichen Stachel. franciscensis: bezieht sich auf die Herkunft, den Rio Sao Francisco.

Brachychalcinus orbicularis

12. August 2009

Der Diskussalmler, Brachychalcinus orbicularis (früher Ephippicharax o.), gehört zu den Evergreens der Aquarienfische. Obwohl die Art über keine auffallenden Farbmerkmale verfügt, wirkt sie doch durch ihre hochrückige Körperform (im Alter werden die Fische fast scheibenförmig) und ihre stark schwarmgebundene Schwimmweise sehr attraktiv. Da es sich um sehr friedfertige Fische handelt, eignen sie sich gut für jedes größere Gesellschaftsaquarium mit ebenfalls friedlichen Mitbewohnern, wo sie einen schönen farblichen Kontrast zu bunten Arten darstellen.

Diskussalmler sind Allesfresser, die sich gelegentlich an zarten Wasserpflanzen vergreifen, wenn der Pfleger nicht genug pflanzliches Material füttert. Die Zucht der Tiere gelingt relativ leicht, sie sind Freilaicher ohne jede Brutpflege. Die Männchen haben, wenn die Geschlechtsreife eintritt, kleine Häkchen auf den Strahlen der Afterflosse, die man mit der Lupe erkennen kann. Fängt man die Tiere mit einem feinmaschigen Netz, bleiben die Afterflossenhäkchen der Männchen kurz in den Netzmaschen hängen, woran man die Geschlechter ebenfalls erkennen kann.

An die Wasserzusammensetzung werden keine Ansprüche gestellt, die Temperatur sollte im Bereich zwischen 20 und 28°C liegen, wobei der obere Bereich der Temperaturskala zur Zucht benutzt wird.

Die ursprüngliche Heimat der Fische liegt in den Küstenregionen von Surinam und Guyana, wir bieten sie als Nachzuchten an.
Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 4-5

Colisa cf. fasciata

11. August 2009

Aus dem ichthyologisch kaum erforschten Nordosten Indiens, genauer gesagt aus dem Bundesstaat Manipur, gelang uns jetzt erstmals der Import einer prachtvollen, wissenschaftlich noch unbeschriebenen Art der Gattung Colisa. Die Fische stehen den bekannten Arten Colisa fasciata, C. bejeus und C. labiosa recht nahe, unterscheiden sich jedoch deutlich von ihnen durch die stark vergrößerten weichstrahligen Anteile der Rücken- und der Afterflosse. Hierdurch erinnern besonders die Männchen fast schon an Paradiesfische (Macropodus).

Besonders attraktiv sind die Fische durch den hohen Rotanteil in der Färbung, der wiederum besonders in den vergrößerten Rücken- und Afterflossen zum Tragen kommt, aber auch die Schwanzflosse ist sehr schön rot gefärbt.

Diese neuen Fadenfische sind zwar deutlich teurer als die bislang im Hobby vertretenen Arten, die außerordentliche Farbenpracht rechtfertigt die Mehrausgabe aber unbedingt. Man muss darauf achten, solche Fische rein weiterzuzüchten, denn Colisa-Arten lassen sich kreuzen und die Hybriden haben nichts von der Schönheit der Elternarten.

Wie alle gestreiften Fadenfische sind Wildfänge sehr variabel bezüglich der Anzahl und Breite der Streifen auf den Körperflanken. Dies ist bei Fadenfischen der Gattung Colisa kein Artmerkmal.

Im Aquarium erwiesen sich die neuen Fadenfische bislang als sehr robust und unempfindlich. Ihre Pflege ist leichter als die von C. fasciata und C. bejeus und in etwa vergleichbar mit der Pflege der Art aus dem Inlesee in Burma, die im Hobby als Colisa labiosa bekannt ist. Der echte Colisa labiosa ist übrigens in der Aquaristik nicht vorhanden und die Art aus dem Inlesee stellt ebenfalls eine wissenschaftlich noch unbeschriebene Art dar.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Indien / India
Verfügbare Größe in cm 8-10

Blaue Skalare Showsize

7. August 2009

Im Januar 2009 stellten wir Ihnen die neuen blauen Zwergskalare  vor (http://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/suedamerikanische-cichliden/pterophyllum-scalare-blauer-zwerg-blue-dwarf/). In der Zwischenzeit sind die Züchter nicht untätig geblieben und haben die blauen Fische auf andere Skalarstämme gekreuzt. Und so können wir jetzt auch erstmals blaue Skalare in Showgröße anbieten, die schon recht stattlich sind und ihren andersfarbigen Artgenossen bezüglich der Größe nicht viel nachstehen.

Text & Photos: Frank Schäfer

Danio kyathit, D. quagga und D. frankei

4. August 2009

Danio kyathit, D. quagga und D. frankei Danio kyathit, D. quagga und D. frankei Danio kyathit, D. quagga und D. frankei Danio kyathit, D. quagga und D. frankei

Der Zebrabärbling, Danio rerio, gehört zu den besterforschten Lebewesen dieses Planeten und ist aus der wissenschatlichen Forschung nicht wegzudenken. Auch aquaristisch ist dieser wunderschöne Fisch, dessen Heimat in Indien in den Stromgebieten des Ganges und des Brahmaputra liegt, von enormer Wichtigkeit und in jedem Zoofachgeschäft zu finden.

Vor 10 Jahren beschrieb die Danio-Spezialistin Fang Fang aus Burma eine neue Danio-Art als Danio kyathit, die bis dahin als Variante des Zebrabärblings angesehen worden war. Als lebende Tiere kann man die beiden Arten kaum verwechseln, doch muss man stets bedenken, dass Wissenschaftler es fast immer mit konservierten Exemplaren zu tun haben, und dann verlieren Farbmerkmale stark an Bedeutung, denn sie sind oft nicht mehr zu erkennen.

Lange Zeit glaubte man, dass es von Danio kyathit eine gepunktete und eine gestreifte Variante gibt. 2009 wurde die gestreifte Form jedoch von Sven Kullander und Fang Fang als eigenständige Art, nämlich Danio quagga beschrieben. Die Zucht gelingt ähnlich leicht wie beim Zebrabärbling, wie überhaupt die gesamte Pflege weitgehend der der gut bekannten Art entspricht.

Spannend ist jedoch, dass seit den frühen 1960er Jahren eine Danio-Art in unseren Aquarien vertreten ist, die noch nie in der Natur nachgewiesen wurde: der Leopardenbärbling, Danio frankei. Leider gibt es keine reinen Stämme von D. frankei mehr, denn er wurde und wird ständig mit D. rerio gekreuzt. Doch legen die Verhältnisse bei Danio kyathit und Danio quagga die Vermutung nahe, es könnte irgendwo in der Natur einen Ort geben, wo der getupfte Danio frankei auch wild lebt ….. Leider ist der Osten Indiens, wo dieser Ort zu vermuten ist, wegen politischer Unruhen praktisch unerforschbar und so wird dieses Rätsel für kommende Generationen bestehen bleiben.

Für unsere Kunden: Danio kyathit haben Code 413613, D. quagga Code 413603 und Nachzuchten von D. kyathit Code 413593 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text und Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Burma

Trichopsis schalleri „Vietnam“

15. Juli 2009

In der Gattung Trichopsis (Knurrende Guramis) werden zur Zeit drei Arten anerkannt: T. vittata, T. pumila und T. schalleri. Die wirkliche Artenzahl dürfte weit höher liegen, vor allem hinter T. vittata verbergen sich noch viele unbeschriebene Arten.

Trichopsis schalleri war bislang nur aus Thailand bekannt. Seit einiger Zeit erhalten wir diese hübschen Fische auch aus Vietnam. Sie sind etwas kleiner als ihre thailändischen Vettern und sehen dem Knurrenden Zwerggurami (T. pumila) sehr ähnlich. Vor allem die Männchen haben wunderschöne orangerote Flossen mit vielen leuchtend blauen Tüpfeln.

Alle Knurrenden Guramis mögen am liebsten weiches bis mittelhartes Wasser, einen leicht sauren pH-Wert und gut bepflanzte Aquarien mit friedlichen, ruhigen Mitbewohnern. Sie fressen jedes Lebend-, Frost und Trockenfutter passender Größe.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Vietnam
Verfügbare Größe in cm 3-4

Pangasius bocourti

15. Juli 2009

Haiwelse haben ihren Namen wegen ihrer besonderen, an Haie erinnernden Schwimmweise bekommen. Ähnlich wie viele Haie sind sie zudem in ständiger Bewegung und ruhen kaum einmal aus. Heutzutage kennt man sie aber auch gut unter ihrem wissenschaftlichen Gattungsnamen Pangasius, denn Haiwelse sind Gegenstand intensiver Aquakultur in Südostasien und ihre wohlschmeckenden und grätenfreien Filets findet man auch in Europa überall in den Kühltruhen des Lebensmittelhandels.

Alle Pangasius-Arten werden groß oder sehr groß und sind auf die Dauer nur für riesige Schauaquarien geeignet, wo sie jahrzehntelang leben können. P. bocourti gehört mit einer bekannten Maximallänge von etwa 120 cm zu den mittelgroßen Arten. Die sehr attraktiven Fische sind relativ einfach an ihrer weiß gesäumten Schwanzflosse von den anderen Pangasius-Arten im Handel zu unterscheiden.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Thailand
Verfügbare Größe in cm 10-15

Wunderschöne Lebendgebärende eingetroffen

10. Juli 2009

Diese Woche haben wir von spezialisierten Züchtern aus Asien fünf wunderschöne neue Wildtypen von Lebendgebärenden Zahnkarpfen erhalten. Das Besondere daran: Vier davon gehören zu der Art Micropoecilia parae, deren langfristige (also über Generationen hinweg) Pflege und Zucht im Aquarium bislang als nahezu unmöglich galt.

Drei Farbvarianten von M. parae haben auf den Flanken oben und unten mit schwarzen Bändern eingefasste, farbige Streifen. Wir haben sie rein sortiert in Gelb, Rot und Blau erhalten. Da diese Farbform mit den schwarzen Längsstreifen 1909 als Art Acanthophacelus melanzonus wissenschaftlich beschrieben wurde, haben die Tiere vom Züchter den Namenszusatz „Melanzonus“ erhalten. Rein wissenschaftlich gesehen gilt A. melanzonus heute aber als Synonym von M. parae.

Die vierte Farbvariante von M. parae weist senkrechte schwarze und rote Streifen auf. Die Weibchen aller Varianten sehen gleich aus.

Schließlich haben wir noch eine Selektionszucht von Wildguppys erhalten, die der Züchter „Three Spots“, also „Dreipunkt“ nennt. Dieser ursprünglich wirkende Guppytyp ist ebenfalls wunderschön und eine Bereicherung für jedes Gesellschaftsaquarium mit kleinen und friedlichen Fischen.

Micropoecilia und Guppys sind übrigens nicht nahe miteinander verwandt und lassen sich auch niemals miteinander kreuzen.

Text & Photos: Frank Schäfer

Lexikon: Micropoecilia: bedeutet „kleine Poecilia“. Poecilia ist eine andere Gattung Lebendgebärender Zahnkarpfen. parae: bedeutet „aus Para stammend“. Para ist ein brasilianischer Bundesstaat. Melanzonus: bedeutet „mit schwarzen Zonen“, bezieht sich auf die zwei schwarzen Längsstreifen. Acanthophacelus: bedeutet in etwa “Nadelbündel”, bezieht sich auf die anatomische Feinstruktur des männlichen Begattungsorgans (Gonopodium). Synonym: gleichbedeutender Name. Wenn eine Art zweimal oder öfter wissenschaftlich beschrieben wurde, gilt der älteste verfügbare Name als gültiger wissenschaftlicher Name, die anderen werden zu Synonymen erklärt und haben keine Gültigkeit.

Ilyodon whitei

10. Juli 2009

Die Gattung Ilyodon umfasst 4 oder 5 Arten (der Status von I. lennoni ist umstritten). Wie alle lebendgebärenden Vertreter der Hochlandkärpflinge (Goodeidae) kommen sie nur im Hochland von Mexiko vor. Ilyodon whitei besiedelt dabei die oberen Zuläufe des Rio Balsas auf der pazifischen Seite Mexikos. Die friedlichen und eleganten Kärpflinge erreichen eine Körperlänge von 6-8 cm.

Leider werden Hochlandkärpflinge bislang nur von sehr wenigen Aquarianern gepflegt und gezüchtet und noch viel seltener gelangen sie in den Zoofachhandel. Das ist sehr bedauerlich, denn viele Arten sind durch Umweltzerstörung akut vom Aussterben bedroht. Auch Ilyodon whitei wird in der internationalen Roten Liste als „kritisch gefährdet“ eingestuft. Das ist die letzte Vorwarnstufe vor dem endgültigen Aussterben in der Natur.

Handelsbeschränkungen für diese vom Aussterben bedrohte Fischart gibt es aber nicht, denn die Wissenschaftler haben schon längst festgestellt, dass der Handel mit lebenden Tieren (zumal es sich immer um Nachzuchten handelt, denn aus Mexiko erfolgen keine Zierfischexporte) keinerlei Bedrohung für wildlebende Kleinfischarten darstellt.

Im Aquarium sollte man diese schönen und etwas schüchternen Kärpflinge möglichst bei schwankenden Temperaturen pflegen, denn daran sind sie in der Natur besonders angepasst. Die untere Grenze liegt bei etwa 16°C, die obere bei ca. 28°C. Pflegt man die Fische über Monate bei gleichbleibenden Temperaturen, werden sie immer schwächer und stellen schließlich die Fortpflanzung ein.

Jegliches Trocken-, Frost- und Lebendfutter passender Größe wird gerne angenommen. Ein paar Algen aus dem Gartenteich sollten auch immer vorhanden sein und ergänzen den Speisezettel.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / Bred
Verfügbare Größe in cm 6

Xiphophorus hellerii Platin Orange

8. Juli 2009

Xiphophorus hellerii Platin Orange:

Diese prachtvolle Schwertträger-Zuchtform stellt die neueste Variante der Art dar. Bei Schwertträgern gibt es das interessante Phänomen, dass das Gen für „Albino“ mit Körperfarben kombiniert werden kann, wenn die Körperfarben durch Platys eingekreuzt wurden. Ein echter Albino-Schwertträger besitzt eigentlich einen fleischfarbenen oder weißen Körper und rote Augen. Die roten Augen zeigen beim Platin Orange eindeutig den Albinismus an. Offenbar wurde der herrlich orange Rücken und die teilweise zu beobachtende „Hamburg-Färbung“ (schwarz mit Spiegel) über Platys auf den Stamm gekreuzt.

Wie bei allen Schwertträgern beachte man bei der Pflege die Unverträglichkeit der Männchen untereinander. Man pflegt also entweder 5 oder mehr Männchen zusammen, oder nur eines pro Aquarium. Die Anzahl der Weibchen ist im Prinzip beliebig, doch sollten gleichviel oder mehr Weibchen als Männchen gepflegt werden. Albinos sind etwas lichtempfindlicher als normal, darum sollte das Aquarium nicht zu grell beleuchtet werden.

Text und Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Asien / Asia
Verfügbare Größe in cm 6-8

Lampiella gibbosa

2. Juli 2009

Lampiella gibbosa

Bereits 1908 wurde diese niedliche Harnischwels-Art von Miranda Ribeiro als Otocinclus gibbosus beschrieben. Doch erst als 1995 eine Reisegesellschaft von Aquarianern (H.-G. Evers, M. Lacerda und M. Beyer) diese Tiere erstmals lebend fingen, wurde deutlich, wie abweichend von allen bislang bekannten Otocinclus diese Art ist. Es gibt sie in unzähligen Farbvarianten, einige davon sehr hübsch kontrastreich gelb-orange, andere eher grau. Die meisten Exemplare sind gelblich.

Die Art kommt im Rio Betari im Bundesstaat Sao Paulo vor. Bekannte Beifische sind z.B. Scleromystax barbatus (früher: Corydoras b.) oder Parotocinclus paulinus. Wie alle Arten dieser Region muss man Lampiella also kühl (16-22°C) halten. Es sind Aufwuchsfresser, die auch sehr gerne frisch geschflüpfte Artemia-Nauplien fressen. Die Maximallänge der sehr friedlichen Tiere liegt bei 5 cm.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 264884 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Brasilien / Brazil
Verfügbare Größe in cm 4-5

Loricaria lentiginosa

2. Juli 2009

Mit Loricaria lentiginosa ist uns jetzt erstmals der Import einer der größten Hexenwelsarten gelungen. Die prächtigen Tiere sind rund 40 cm lang und damit ausgewachsen. Wie alle Loricaria-Arten ist auch diese ein Maulbrüter. Die Männchen transportieren die Gelege, deren Eier aneinanderkleben, mit dem Maul mit sich herum.

In der Natur kommt L. lentiginosa im Bundeststaat Sao Paulo vor. In den natürlichen Lebensräumen ist das Wasser in unserem Sommer (dem dortigen Winter) ziemlich kalt, etwa 16°C, im dortigen Sommer steigen die Wassertemperaturen auf etwa 22°C. Das ist bei der Pflege unbedingt zu berücksichtigen.

Text & Photos: Frank Schäfer

Boraras brigittae & Boraras merah

26. Juni 2009

1978 beschrieb Dieter Vogt in der Fachzeitschrift DATZ eine Unterart von Rasbora urophthalma (siehe hierzu bitte Eintrag zu Boraras urophthalmoides im Fischarchiv unserer Homepage) von Borneo und benannte sie zu Ehren seiner Ehefrau Rasbora urophthalma brigittae. Auf deutsch wird dieser feuerrote Zwerg „Moskitorasbora“ genannt. Nicht etwa, weil Moskitos so klein und nach erfolgreicher Mahlzeit so rot wie brigittae sind, sondern weil am Fundort so viele Moskitos unterwegs waren, dass das Fischen zur Qual wurde.

Heute gilt die einstige Unterart als volle Art und heißt richtig Boraras brigittae. Einen ausführlichen Artikel zu der Art finden Sie als kostenlosen Download in der AqualogNews84: http://aqualog.de/news/web84/84-10-11.pdf

Boraras brigittae wurde zuerst in Banjarmasin im Süden Borneos gefunden. 1991 entdeckte man ebenfalls im Süden Borneos, jedoch etwa 400 km weiter westlich, eine weitere Zwergrasbora, die sich von allen anderen Zwergrasboras durch ihren großen, golden umrahmten Schulterfleck unterscheidet. Sie wurde von M. Kottelat als Rasbora merah beschrieben und heißt heute Boraras merah.

Interessanterweise gibt es im Verbreitungsgebiet von B. merah teilweise auch B. brigittae, die dort jedoch einen wesentlich schmaleren Seitenstreifen haben. Je nachdem, welche Art im Schwarm dominiert, passt sich die andere an. Ist also B. merah in der Überzahl, sehen die B. brigittae fast wie B. merah aus und sind nur bei ganz genauem Hinsehen zu unterscheiden. Das gleiche gilt umgekehrt. Im Aquarium erwiesen sich darüber hinaus beide Arten als kreuzbar. Ob sie sich in der Natur auch kreuzen, ist unbekannt.

Wir haben es hier ganz offensichtlich mit einem Beispiel dafür zu tun, dass die Artenbildung noch nicht abgeschlossen ist.

Für unsere Kunden: B. brigittae hat Code 451102 auf unserer Stockliste, B. merah 452752. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Indonesien / Indonesia
Verfügbare Größe in cm 1-2

Boraras urophthalmoides (früher Rasbora urophthalma)

24. Juni 2009

Bereits 1914 bildete der damals weltberühmte Aquarianer J. P. Arnold einen angeblich aus Sumatra von der Firma Scholze & Pötzsche importierten Zwergbärbling ab. 1922 beschrieb E. Ahl vom Berliner Museum diesen Fisch als Rasbora urophthalma und seither schwimmt dieser Zwergbärbling auch unter diesem Namen in unseren Aquarien. Erst 1991 stellte M. Kottelat bei der Nachuntersuchung der Fische im Berliner Museum fest, dass Ahls Exemplare gar nicht mit dem von Arnold abgebildeten Fisch identisch sind. Der Name Rasbora urophthalma stand somit für diesen Zwergbärbling nicht zur Verfügung und Kottelat benannte den auch als Schwanzfleckbärbling bekannten Zwergfisch neu als Rasbora urophthalmoides. Gleichzeitig stellte er fest, dass Nachweise der Art aus Indonesien nicht existieren.

Heute kennen wir diesen niedlichen Zwergbärbling unter dem Namen Boraras urophthalmoides. Er kommt in Thailand, Kambodscha und Vietnam vor, aus letzterem Land wird er hauptsächlich für die Aquaristik importiert.

Wie alle Zwergbärblinge pflegt man auch den Schwanzfleckbärbling am besten im kleinen Artenaquarium, das weiches, saures Wasser enthält. Aufgrund der Verbreitung reichen 20-22°C für die Haltung aus, nur zur Zucht erhöht man auf 26-28°C.

Für unsere Kunden: die Art hat Code 453001 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text und Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Vietnam
Verfügbare Größe in cm 1-2

Boraras maculatus

24. Juni 2009

Der Zwergbärbling (Boraras maculatus, früher: Rasbora maculata) ist die am längsten bekannte Art der heute 5 Arten umfassenden Gattung Boraras, die wir Ihnen alle in den kommenden Tagen vorstellen möchten. Boraras-Arten werden durchwegs nicht größer als 2-3 cm und eignen sich hervorragend für sogenannte Nano-Aquarien. Alle mögen ein saures, weiches Wasser, gedämpftes Licht, feines Lebendfutter (obwohl auch Trockenfutter problemlos angenommen wird), dichte Bepflanzung (am besten Schwimmpflanzen) und die Gesellschaft ihresgleichen.

Der Zwergbärbling, der auf der malayischen Halbinsel, Süd-Thailand und Sumatra vorkommt, wurde eine zeitlang für die Jugendform der viel größer werdenden Art Rasbora kalochroma gehalten, bis die Aquarienhaltung und –zucht zweifelsfrei bewiesen, dass das nicht richtig ist.

Es gibt zahlreiche Fundortvarianten dieser Art, die sich noch als eigenständige Arten herausstellen könnten. Typisch für alle ist der Schulterfleck, der deutlich größer ist als das Auge. Die Körpergrundfarbe kann- je nach Fundort – ein zartes Orange oder auch ein kräftiges Dunkelrot sein. Manche Populationen besitzen zusätzlich zu den drei immer vorhandenen Flecken (Schulterfleck, Schwanzwurzelfleck und ein Fleck an der Basis der Afterflosse) einen Fleck oberhalb der Afterflosse am Beginn des Schwanzstiels.
Für unsere Kunden: die Art hat Code 452702 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text und Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Malaysia
Verfügbare Größe in cm 1-2

Laetacara araguaiae, Laetacara fulvipinnis

23. Juni 2009

Buckelkopf-Laetacara jetzt wissenschaftlich beschrieben

Im Hobby kennen wir Laetacara sp. „Buckelkopf“ seit vielen Jahren. Den etwas unfreundlichen Namen trägt die Art, weil sehr alte Männchen einen Buckelkopf entwickeln können. Das geschieht jedoch eher selten. Es handelt sich um einen typischen Zwergbuntbarsch, bei dem die Männchen etwa 8, die Weibchen etwa 6 cm lang werden. Die Tiere sind leicht zu halten und zu züchten, sie sind Offenbrüter mit Elternfamilie.

Nun wurde die Art formell als Laetacara araguaiae beschrieben. Nach dem Autoren F. P. Ortoni und W. J. E. M. Costa stammt sie aus dem Rio Verde im Rio Araguaia-Becken. Aquaristische Quellen geben eine sehr viel weitere Verbreitung an, nämlich die südöstlichen Amazonas-Zuflüsse vom Rio Tapajos bis zur Mündung des Amazonas und den Rio Xingu.

Damit ist nun auch die zweite Laetacara-Art, die im Hobby jahrzehntelang mit Hilfsnamen belegt werden musste, formell beschrieben, nachdem W. Staeck und I. Schindler bereits 2007 den „Orangeflossen“-Laetacara als L. fulvipinnis aus Venezuela beschrieben hatten.

Interessanterweise wollten Ortoni und Costa wohl eine weitere Laetacara-Art beschreiben und durch ein Missgeschick blieb der Name in der Publikation an zwei Stellen stehen: Laetacara minutacara (S. 45 und 46). Zur Zeit ist das ein sogenanntes nomen nudum und ohne Gültigkeit, lässt aber erwarten, dass sich in dieser aquaristisch so interessanten Gattung bald noch einiges tun wird.

Die Erstbeschreibungen stehen kostenlos als pdf zur Verfügung unter http://globiz.sachsen.de/snsd/publikationen/vertebrate-zoology/vz57-1/57-1_Staeck_63-71.pdf für L. fulvipinnis und http://globiz.sachsen.de/snsd/publikationen/vertebrate-zoology/vz59-1/05_Vertebrate_Zoology_59-1_Costa_03.pdf für L. araguaiae.

Für unsere Kunden: Laetacara araguaiae hat Code 603001, L. fulvipinnis 683302 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Alle Laetacara sind in Aqualog Southamerican Cichlids III abgebildet, den Sie unter http://www.animal-book.de/shop/product_info.php/info/p4_Southamerican-Cichlids-III.html bestellen können.

Text: Frank Schäfer, Photos: H. J. Mayland, Aqualog Archiv

Angaben zum Tier
Herkunft Brasilien / Brazil, Venezuela
Verfügbare Größe in cm 4-5

Nannostomus sp. „Purple“ als N. rubrocaudatus beschrieben!

19. Juni 2009

Seit einiger Zeit wird ein wunderschöner Ziersalmler aus Peru unter den Bezeichnungen Nannostomus marginatus „Purple“ oder N. marginatus „Rot“ importiert. Jetzt hat Axel Zarske von Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden, Museum für Tierkunde diese Art formell als Nannostomus rubrocaudatus beschrieben. Die Typusexemplare hatten wir aus Peru importiert.

Auf den ersten Blick ähnelt die neue Art etwas dem schon länger bekannten N. mortenthaleri lässt sich aber dennoch leicht von dieser Art unterscheiden. N. mortenthaleri hat z.B. immer einen weißen Bauch.

Beide Arten weisen deutliche Geschlechtsunterschiede auf. Die Intensität der Rotfärbung, die nur die Männchen haben, schwankt zwar stark stimmungsabhängig, jedoch lassen sich die Weibchen immer gut an den anders geformten Bauchflossen erkennen.

Die Maximalgröße der Art liegt bei etwa 3-3,5 cm, die Pflege ist ohne besondere Schwierigkeiten, allerdings darf man diese Art nicht in kleinen Aquarien pflegen, denn die Männchen tragen ihre Rivalenkämpfe mit einiger Heftigkeit aus und das unterlegene Exemplar braucht Platz, um ausweichen zu können. Ist das nicht gegeben, kann es durchaus zu Beschädigungen kommen.

Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Peru, Dep. Loreto. Hier wird die Art bei dem Dorf Saramirisa am Maranon (das ist der obere Amazonas) zwischen den Zuflüssen Rio Morona und Rio Santiago für den Export gesammelt. Der relativ hohe Preis für die Fische erklärt sich darin, dass die Tiere in der Natur zwischen dichtem Astwerk leben und hier mühsam einzeln herausgeklaubt werden müssen. Massenfänge wie bei anderen Nannostomus, wo sich leicht tausende von Exemplaren mit einem Netzzug fangen lassen, sind bei N. rubrocaudatus und N. mortenthaleri nicht möglich.

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung ist kostenlos unter http://globiz.sachsen.de/snsd/publikationen/vertebrate-zoology/vz59-1/02_Vertebrate_Zoology_59-1_Zarske.pdf erhältlich.

Für unsere Kunden: Nannostomus mortenthaleri hat Code 272256, N. rubrocaudatus 272264 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text: Frank Schäfer, Photos: Frank Schäfer & Erwin Schraml/Aqualog Archiv

Axelrodia riesei – Rubinsalmler

17. Juni 2009

Aus Kolumbien haben wir gerade wieder wunderschöne Axelrodia riesei im Angebot, die ihren populären Namen Rubinsalmler zu vollem Recht führen. Diese Zwergsalmler – Importfische sind mit etwa 1,5 – 2 cm voll sexuell differenziert und geschlechtsreif, Aquarienexemplare werden bis zu 3 cm lang – ist im Gebiet des oberen Rio Meta endemisch.

Man pflegt diese niedlichen Tiere am besten im Artenaquarium, das gar nicht groß zu sein braucht, oder zusammen mit anderen kleinen, friedlichen Fischen. Es handelt sich beim Rubinsalmler nicht direkt um Schwarmfische. Sie sollten aber immer zu mehreren gepflegt werden, denn sie bauen untereinander eine Rangordnung auf und dieses arttypische Verhalten können sie selbstverständlich nur ausleben, wenn auch Artgenossen vorhanden sind.

Die wunderschöne rote Färbung ist teils individuell unterschiedlich angelegt (es gibt immer auch gelbliche Exemplare), teils aber auch von der Umgebung gesteuert. Idealerweise pflegt man Rubinsalmler in nur schwach beleuchteten Aquarien mit dunklem Bodengrund, vielen Versteckmöglichkeiten, Schwimmpflanzendecke und mit Erlenzäpfchen schwarzbraun gefärbtem Wasser. Das Wasser sollte weich und sauer sein (unter 10°GH, pH 4.5-6.5), die Temperatur im Bereich zwischen 20 und 26°C liegen. Gefressen wird alles übliche feine Fischfutter, doch sind Cyclops dem Erhalt der schönen Rotfärbung förderlich.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 209912 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photo: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Kolumbien / Colombia
Verfügbare Größe in cm 1-2

Bunte Posthornschnecken

16. Juni 2009

Die Teller- oder Posthornschnecke (Planorbarius corneus, früher Planorbis corneus) wird seit Anbeginn der Aquaristik als Aquarien- und Gartenteichschnecke gepflegt, da sie schön groß wird (maximal 4 cm) und keine lebenden Pflanzen anfrisst, sondern sich nur von Algen und Detritus ernährt. Da diese Tiere einen roten Blutfarbstoff haben (Hämoglobin), besitzen Albinos einen roten Körper.

Die Wildform wird jedes Frühjahr aus Osteuropa für die Gartenteichhaltung importiert. Darunter sind gelegentlich auch albinotische Exemplare.

Jetzt gelang den Züchtern in Singapur auch eine Selektionszucht mit knallroten und taubenblauen Farbmutanten, die wir erstmals anbieten können.

Die Pflege und Zucht (Posthornschnecken sind Zwitter und gehören zu den Lungenschnecken, atmen also zumindest teilweise auch atmosphärische Luft) ist sehr einfach. Das Maximalalter liegt bei etwa 3 Jahren, doch erreichen in der Natur nur sehr wenige Exemplare dieses Alter. Die Wassertemperatur sollte zwischen 12 und 25°C liegen, das Wasser sollte mindestens 10° KH (mehr ist besser) aufweisen, der pH-Wert zwischen 6,5 und 8,5 liegen.

Für unsere Kunden: wilde Posthornschnecken haben Code 879403, rote 486522 und blaue 486512 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Tanichthys micagemmae – Zwergkardinälchen

15. Juni 2009

Tanichthys micagemmae – Zwergkardinälchen Tanichthys micagemmae – Zwergkardinälchen

Zur Zeit kennen wir zwei Tanichthys-Arten im Hobby, den Kardinalfisch, T. albonubes und das Zwergkardinälchen, T. micagemmae. Während der Kardinalfisch ausschließlich als Nachzucht erhältlich ist, kommt das erst 2001 in Zentral-Vietnam entdeckte Zwergkardinälchen auch häufig als Wildfang herein.

Die Maximallänge des Zwergkardinälchens liegt unter 3 cm, so dass die Art ideal für die zur Zeit so beliebten „Nano-Aquarien“ geeignet ist. Männchen und Weibchen lassen sich leicht anhand der Form der Rücken- und Afterflosse unterscheiden, die bei den Männchen erheblich größer und zudem auffallender gefärbt sind.

Man pflegt und züchtet Zwergkardinälchen im Schwarm. Die Tierchen sind vollkommen friedlich gegenüber allen Mitbewohnern. Pflegt man sie im Artenaquarium, so kann man in Wohnräumen auf eine zusätzliche Heizung des Aquariums verzichten. Die Fische laichen in feinfiedrigen Pflanzen ab, die Jungen halten sich nach dem Schlupf dicht unter der Wasseroberfläche auf. Bei gut und vor allem abwechslungsreich gefütterten Elterntieren kommen auch immer einige Jungfische im Gemeinschaftsbecken hoch (wichtig: Schwimmpflanzen müssen vorhanden sein, am besten Riccia).

Tanichthys micagemmae ist ein echtes Fischjuwel und kann jedem Aquarianer wärmstens empfohlen werden.

Für unserer Kunden: die Tiere haben Code 459002 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Vietnam
Verfügbare Größe in cm 2

Corydoras longipinnis

12. Juni 2009

Eine neue Panzerwelsart konnten wir jetzt erstmals aus Argentinien einführen, nämlich den erst 2007 von Joachim Knaack beschriebenen Corydoras longipinnis. Die neue Art gehört in die unmittelbare Verwandtschaft von Corydoras paleatus und erinnert ein wenig an die langflossige Zuchtform dieser Art. Bei Corydoras longipinnis sind allerdings nur bei den Männchen die Brustflossen (Pectoralen) lang ausgezogen, was bei den Langflossen-Paleatus bei beiden Geschlechtern auftritt.

Als subtropische Art pflegt man die hübschen und anspruchslosen C. longipinnis am besten im ungeheizten Zimmeraquarium. Wer die Möglichkeit hat, kann sie auch sehr gut über den Sommer im Gartenteich pflegen. Die Zucht gelingt leicht und ist mit der von C. paleatus vergleichbar. Das bedeutet, dass man die Tiere zunächst kräftig anfüttert und, sobald Laichansatz bei den Weibchen erkennbar wird, mehrere kräftige Wasserwechsel mit 3-5°C kühlerem Wasser vornimmt. Das löst das Balz- und Ablaichverhalten aus.

Corydoras longipinnis sollte im Trupp von mindestens 7 Exemplaren gepflegt werden. Gegenüber Artgenossen und artfremden Fischen ist er vollkommen friedlich. Gefressen wird jegliches übliche Fischfutter, Pflanzen werden nicht beschädigt. Die Wasserwerte sind von untergeordneter Bedeutung, der pH-Wert sollte jedoch nicht unter 6 und nicht über 8.5 liegen.

Für unsere Kunden: Corydoras longipinnis hat Code 233552, C. paleatus 239502 und C. paleatus „Longfin“ 239702 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Literatur: Knaack, J. (2007): Beiträge zur Kenntnis der Callichthyidae (Teleostei: Siluruformes). III. Corydoras longipinnis sp. n. – ein neuer Panzerwels aus dem río Dulce in Argentinien (Teleostei: Siluriformes: Callichthyidae). Vertebrate Zoology 57 (1): 35-55

Angaben zum Tier
Herkunft Argentinien / Argentina
Verfügbare Größe in cm 4-5

Aphyosemion celiae celiae

10. Juni 2009

Die Killifische der Gattung Aphyosemion gehören zu den farbenfrohesten Fischen der Welt. Auf wenigen Zentimetern Körperlänge (bei Aphyosemion celiae sind es gerade einmal 5 cm) ist eine große Vielfalt an Farben und Mustern zu finden. Viele Killifische stehen in dem Ruf, kurzlebig und unverträglich zu sein, zudem hohe Ansprüche an das Wasser zu stellen. A. celiae gehört zu den Arten, die gut geeignet sind, diese Vorurteile auszuräumen. Ursprünglich kommt der Fisch aus Westkamerun, wir bieten die Art allerdings in Form von Nachzuchtexemplaren an. Die Fische gehören in die gleiche Untergattung (Mesoaphyosemion) wie der bekannte Cap Lopez (Aphyosemion australe). Gleich diesem toleriert A. celiae auch etwa härteres Wasser (8-14° dGH). Es sind Haftlaicher, die etwa 3 Jahre alt werden können und die Farbenpracht nimmt mit steigendem Alter immer noch zu. Gepflegt werden diese Fische bei Temperaturen zwischen 20 und 25°C, gefressen wird jegliches übliche Fischfutter, wobei Frost- und Lebendfutter bevorzugt wird. In nicht zu grell beleuchteten Aquarien mit Torf und Laub auf dem Boden sowie Schwimmpflanzen an der Oberfläche kommen die Fische am besten zur Geltung.

Für unsere Kunden: Die Tiere haben Code 305802 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Nachzucht / bred
Verfügbare Größe in cm 4-5

Tucanoichthys tucano

8. Juni 2009

Wieder einmal ist uns der Erstimport eines besonderen Juwels unter den Salmlern gelungen. Tucanoichthys tucano kommt endemisch (also nur dort) im Einzugsbereich des oberen Rio Negro, genauer gesagt im Rio Uaupes vor. Die niedliche Art wird höchstens 2 cm lang und kann somit als Idealbesetzung für ein Nano-Aquarium gelten. Fische dieser Region pflegt man in sehr weichem, stark saurem Wasser (pH um 5), das mit Huminsäuren dunkel gefärbt sein sollte. Die Männchen unterscheiden sich von den Weibchen durch den Rotanteil in den Flossen, der den Weibchen fehlt.

Am schönsten wirken die Fische in etwas abgedunkelten Aquarien, dann kommen ihre leuchtenden Pastellfarben so richtig zur Geltung.

Text und Photos: Frank Schäfer

Bergkristallsalmler, Leptagoniates pi

5. Juni 2009

Glasfische gibt es relativ viele aus den unterschiedlichsten Familien. Aquaristisch gut etabliert sind etwa die Glasbarsche (Parambassis etc.) und Glaswelse (Kryptopterus), gelegentlich gepflegt werden auch Glasgrundeln (Gobiopterus) und Kristallbärblinge (Danionella). Alle diese Fische kommen aus Süd- und Südostasien. Aus Südamerika kommt eine aquaristisch neue Art: der Bergkristallsalmler, Leptagoniates pi. Es handelt sich um einen ursprünglich aus Bolivien beschriebenen, etwa 4 cm lang werdenden Salmler, den wir aus Peru importieren konnten. Ganz charakteristisch ist die in zwei Hälften geteilte, oben verbundene Schwimmblase, die dem griechischen Buchstaben Pi ähnelt und zur Namensgebung der Art führte.

Die besondere Form der Schwimmblase ist auf diesem Bild gut zu erkennen

Bergkristallsalmler sind sehr friedliche, etwas scheue Schwarmfische, die trotz oder sogar gerade wegen ihrer Farblosigkeit faszinierende Hingucker darstellen. Die Tierchen sind vollkommen friedlich gegen alle anderen Fische und beschädigen auch die Pflanzen nicht. Gefressen wird alles übliche Fischfutter.

 

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 266002 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text und Photos: Frank Schäfer

Hyphessobrycon cf. pulchripinnis „Bolivia Orange“

3. Juni 2009

Der Zitronensalmler, Hyphessobrycon pulchripinnis, gehört zu den beliebtesten Aquarienfischen überhaupt und findet sich im Standardangebot des Zoofachhandels. Wie bei so vielen alltäglichen Arten macht man sich wenig Gedanken um sie, dabei birgt der Zitronensalmler viele Geheimnisse!

Die Ahnen der Tiere, die wir gelegentlich als herrliche Nachzuchten anbieten können, stammen angeblich aus Bolivien. Sie unterscheiden sich vom bekannten Zitronensalmler (aus Brasilien) durch die intensiv orange Farbe und dem Fehlen des sonst so typischen schwarzen Flossensaumes in der Afterflosse. Nach Aussage unseres Züchters unterscheiden sich die Fische auch im Laichverhalten. Vermutlich handelt es sich bei bei dem orangefarbenen Zitronensalmler daher um eine neue, unbeschriebene Art.

Die Pflege ist sehr leicht und gelingt auch Anfängern. Man hält die bis zu 4,5 cm langen Tiere im Trupp in gut strukturierten Aquarien, wo bald jeder Fisch ein winziges Revier besetzt. Gefressen wird jedes übliche Fischfutter, die Temperatur kann im Bereich zwischen 22 und 28°C liegen. Das Wasser sollte (muss aber nicht) weich und leicht sauer sein, dann sind die Farben am schönsten.

Zum Vergleich: der altbekannte Zitronensalmler

Für unsere Kunden: die neuen Tiere, die wir als „Orange Bolivia“ bezeichnen, haben Code 261632, der klassische Zitronensalmler 261603. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text Frank Schäfer, Photos: Frank Schäfer und H. J. Mayland/Aqualog-Archiv

Trachelyopterus galeatus

28. Mai 2009

Bereits 1766 beschrieb der Begründer der zoologischen Namensgebung, Carl von Linné, diesen in Südamerika weit verbreiteten Wels als Silurus galeatus. Heute wird der Fisch in der Familie Auchenipteridae (Trugdornwelse) geführt und hier wiederum in der Unterfamilie Auchenipterinae. Charakteristisch für diese Unterfamilie ist, dass man die Geschlechter anhand der Afterflosse unterscheiden kann. Denn bei den Männchen sind die vordersten Strahlen dieser Flosse zu einem Begattungsorgan umgebildet.

Wir haben gerade wunderbare, große (12-15 cm) Exemplare aus Guyana im Stock, bei denen die Geschlechtsunterschiede gut sichtbar sind und mit denen experimentierfreudige Aquarianer darum hervorragend Zuchtversuche unternehmen können. Denn Details zur Vermehrung sind noch immer unbekannt. Es heißt, die Welse führten eine innere Befruchtung durch. Sicher ist nur, dass es sich um eierlegende Fische handelt, die nachts laichen.

Der „Wurzelwels“, wie Trachelyopterus galeatus auf Deutsch auch genannt wird (bei uns nennen wir die Art hausintern Wurzelsepp), ist eine dämmerungs- und nachtaktive Art. Ein größeres Aquarium mit vielen Versteckmöglichkeiten sollte ihnen geboten werden. Mitbewohner sollten nicht zu klein sein (länger als die Hälfte der Welse), sonst könnten sie mit Futter verwechselt werden. Die Wasserwerte spielen keine Rolle, die Temperatur kann zwischen 22°C und 28°C liegen. Gefressen wird alles übliche Fischfutter, man muss aber darauf achten, abends zu füttern.

In der älteren aquaristischen Literatur wird die Art häufig als Parauchenipterus galeatus bezeichnet.

Für unsere Kunden die Tiere haben die Codenummer 297555 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Text & Photos: Frank Schäfer

Angaben zum Tier
Herkunft Guyana
Verfügbare Größe in cm 12-15